Die private Altersvorsorge bleibt das wichtigste Sparziel der Deutschen
90 Prozent der Bundesbürger kennen laut einer aktuellen Umfrage der Union Investment die Riester-Rente. Sie ist damit deutlich vor der Rürup-Rente (20 Prozent) und der betrieblichen Altersvorsorge (13 Prozent) die bekannteste Form der Altersvorsoge. Dass trotzdem immer noch 60 Prozent ohne „Fahrschein“ unterwegs sind und sich damit die Zulagen vom Staat entgehen lassen, ist für Hans Joachim Reinke, Vorstandsmitglied der Union Asset Management Holding AG, eher unverständlich: „Immerhin zahlt der Staat mindestens 25 Prozent der eigenen Sparleistung“. Für ihn ist die Riester-Rente damit die lukrativste Möglichkeit, für das Alter vorzusorgen.
Das scheinen 48 Prozent der Befragten anders zu sehen. Sie setzen für ihre private Altersvorsorge auf ein anderes Pferd und lehnen die Riester-Rente aus diesem Grund ab. 16 Prozent sehen sich schlichtweg nicht in der Lage, die Beiträge für den Vertrag aufzubringen. Ihr Anteil stieg im Vergleich zum vierten Quartal 2008 um drei Prozent. Ausgelöst wurde diese Verunsicherung aus Sicht von Hans Joachim Reinke durch die Finanzkrise. Auf der anderen Seite sagen elf Prozent (sieben Prozent Ende 2008), dass sie die Riester-Rente nicht nötig haben.
Unabhängig davon, welche Form der privaten Altersvorsorge präferiert wird. Sie ist und bleibt das Sparziel Nummer eins der Deutschen. 80 Prozent der Umfrageteilnehmer investieren ihr Kapital hauptsächlich in die Vorsorge für das Rentenalter, wobei das Sparaufkommen trotz Finanzkrise weitgehend konstant geblieben ist. 79 Prozent legen Geld für Notfälle beiseite und 61 Prozent sparen für Kinder und Familie. Deutlich nachgelassen hat das Bestreben, kurzfristig Gewinne mitzunehmen. Dieses Ziel verfolgen nur noch 34 Prozent. Und auch mittelfristige Anlagen am Kapitalmarkt sind nur noch für 16 Prozent – im ersten Quartal 2001 waren es noch 30 Prozent – von Interesse.
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