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Montag, Oktober 06, 2008

Die Sicherheit von Lebens- und Rentenversicherungen

Hat die Finanzkrise die Bundesrepublik bislang eher wie ein leichter Windhauch gestreift und wurde von vielen Seiten eitel Sonnenschein verbreitet, sorgt die angeschlagene Hypo Real Estate jetzt für zunehmend leisere Töne. Zwar konnte ein neues Hilfspaket geschnürt werden, das einer (vorläufigen) Rettung in letzter Minute gleichkommt, doch für die Verbraucher stellt sich immer öfter die Frage: Wie sicher ist mein Geld? Das betrifft nicht nur Spareinlagen und Wertpapiere, sondern auch die private Altersvorsorge über Renten- und Lebensversicherungen. Je nachdem, für welches Modell man sich entschieden hat, wirkt sich die Krise unterschiedlich aus.

Klassische Lebensversicherungen, die sich schon seit Jahren und Jahrzehnten einer gleich bleibenden Beliebtheit erfreuen, werden von der Finanzkrise nur wenig tangiert. Für sie gilt eine Garantieverzinsung von derzeit 2,25 Prozent. Gedanken machen müssen sich Inhaber dieser Policen im Moment nicht, so Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur der Zeitschrift Finanztest, in einem Interview. Bei Lebensversicherungen auf Fondsbasis sieht das schon ganz anders aus. Sie bieten keine Garantien. Die Risiken, die die Finanzmärkte mit sich bringen und aktuell deutlicher denn je zu Tage treten, liegen ausschließlich bei den Versicherten. Stehe die Auszahlung einer fondsgebundenen Lebensversicherung an, erhalte man 20 bis 30 Prozent weniger als noch vor wenigen Monaten, so Tenhagen. Falls möglich, solle man das Vertragsende verschieben und die Fonds halten.

Glücklich schätzen kann sich, wer eine Riester-Rente hat. Ein Totalverlust ist hier weitgehend ausgeschlossen. Gleiches gilt für die betriebliche Altersvorsorge. Zu Beginn des Ruhestands müssen bei beiden Modellen zumindest die eingezahlten Beiträge noch im Sparstrumpf liegen. Bei Überschussbeteiligung und Rendite hingegen sollte man bei einer länger andauernden Krise mit Abstrichen rechnen. Denn auch Fondsgesellschaften und Versicherungen versuchen sich an den internationalen Finanzplätzen, um mehr aus dem Kapital zu machen. Die gesetzliche Rente bleibt dabei außen vor. In schlechten Zeiten drohen durch eine möglicherweise steigende Arbeitslosigkeit jedoch höhere Beiträge.

Posted by Andre on 10/06 at 04:56 AM
AltersvorsorgeLebensversicherungRentenversicherung • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
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