Die Stagflation ist da! Wohin mit dem Geld?
Jetzt ist es amtlich: Die Bundesregierung hat heute zugegeben, dass die Konjunktur im zweiten Quartal eingebrochen ist. Gleichzeitig sind die Preise stark gestiegen. In Deutschland herrscht also Stagflation. Gibt es in diesen Zeiten sichere Geldanlagen?
Immerhin noch 1,7 Prozent Wachstum erwartet die Bundesregierung für die dieses Jahr - während Wirtschaftsweise wie Peter Bofinger, von einer schrumpfenden Wirtschaft ausgeht und für 2009 kein nennenswertes Wachstum vorraussagt. Angesichts dieser Zahlen muss man sich wahrscheinlich freuen, dass sich die Große Koalition angesichts der vorher positiven Zahlen, mit dem Geldausgeben ein bisschen zurückgehalten haben. Was können private Anleger jetzt eigentlich machen, um ihr Geld zusammenzuhalten?
Experten befürchten, dass sich die inflationtionären Tendenzen - also die Preissteigerungen auf breiter Front - fortsetzen werden. Geld, das mit zwei oder drei Prozent angelegt ist, wird von der Preissteigerung einfach aufgefressen. Aber auch risikofreudige Anleger wurden in der letzten Zeit empfindlich abgestraft. Die Verluste von Aktien und Aktienfonds waren deutlich höher als für diejenigen, die auf Sicherheit und festverzinsliche Zinspapiere gesetzt haben. Was also tun? Auf jeden Fall vorsichtig sein.
Denn man kann zur Zeit viele attraktive Angebote finden, z.B. mit fünf oder sechs Prozent bei Tagesgeldkonten, die insbesondere von ausländischen Anbietern beworben werden. Da die Bankenkrise aber noch nicht wirklich beendet ist - immerhin ist gerade erst eine Bank in USA verstaatlicht worden - sollte man sich bei diesen Angebot versichern, dass die Einlage auch wirklich geschützt ist. Auch bei deutschen Banken. Denn Sparkassen und Raiffeisenbanken bieten in der Regel einen Einlagenschutz - bei anderen Banken ist der Schutz auf einen Festbetrag begrenzt. Vor einer Flucht ins Gold wird ebenfalls gewarnt: Gold hat auch schon erhebliche Abwertungen erlebt und schwankt auch.
Was nützt, sind Riester-Rente mit Banksparplan - weil man hier gleichzeitig Steuern sparen kann und staatliche Zulagen erhält. Von einer risikofreudigeren aktienorientierten Riester-Rente, sollte man angesichts der Berg-und-Tal-Fahrt an den Börsen, vielleicht die Finger lassen. Getrost zugreifen kann man allerdings bei der inflationsgeschützten Anleihe der Deutschen Bundesbank (ISIN DE000103500), die eine Verzinsung garantiert, die immer 1,5 Prozent über der Inflationsrate liegt.
