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Donnerstag, Oktober 13, 2011

Eigenheimerwerb per Zwangsversteigerung kann riskant sein

Es gab Zeiten, in denen sich an Zwangsversteigerungen fast ausschließlich Kapitalanleger beteiligten. Das Ziel dieser Personen besteht darin, Immobilien zu erwerben und diese im Anschluss zu vermieten. Im Regelfall sind diese Investoren sehr erfahren und wissen daher relativ genau, auf was sie sich einlassen. Seit einigen Jahren ist jedoch festzustellen, dass sich immer mehr Personen an entsprechenden Auktionen beteiligen, die zur Versteigerung stehende Objekte nicht vermieten, sondern selbst nutzen möchten. Der Eigenheimerwerb per Zwangsversteigerung erfreut sich einer großen Beliebtheit. Verwunderlich ist dies nicht, schließlich bietet sich damit die Chance, zumindest in der Theorie günstig an eine Immobilie zu gelangen. Außerdem stößt man mehr als je zuvor auf entsprechende Möglichkeiten. Wer heutzutage in den Immobilienbörsen im Internet nach Objekten sucht, stößt zwangsläufig auf Inserate, in denen auf Zwangsversteigerungen hingewiesen wird.

Der Erwerb eines Eigenheims per Zwangsversteigerung will jedoch gut überlegt sein. Gleich aus mehreren Gründen gilt er als riskant. Wer einen Fehler macht, muss im Regelfall sehr teuer dafür bezahlen, sodass es unter Umständen aussichtslos ist, noch einmal ein Eigenheim zu erwerben. Daher sollten sich Interessenten gut vorbereiten, wenn sie tatsächlich auf ein Objekt bieten möchten.
Im Wesentlichen gibt es zwei große Fehler, die gemacht werden. Da wäre zunächst einmal das Unterschätzen der Kosten. Oftmals muss in die Objekte deutlich mehr Geld gesteckt werden als man zunächst annimmt – unter Umständen wird das Budget gnadenlos gesprengt, sodass eine teure Nachfinanzierung fällig wird. Außerdem werden viele Interessenten beim Bieten emotional: Weil sie ein Objekt unbedingt erwerben möchten, geben sie manchmal Gebote ab, die ihr Limit überschreiten.
Beim zweiten Fehler handelt es sich um eine Fehleinschätzung des Objekts. Als Laie ist es sehr schwierig, den Zustand eines Objektes zu erkennen – und Wertgutachten liefern längst nicht immer ausreichende Informationen. Man sollte sich mit Gebäuden und Gebäudetechnik gut auskennen oder sich alternativ von einem Experten begleiten lassen, wenn man ein Zwangsversteigerungsobjekt besichtigt. So werden Objekte, die unerwartete Kosten nach sich ziehen, viel leichter entdeckt.

Posted by Jochen on 10/13 at 06:31 PM
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