Eigenheimzulage: CSU macht sich für Wiedereinführung stark
Seitdem die Eigenheimzulage im Jahr 2006 abgeschafft wurde, hat sich der Wohnungsmarkt in Deutschland verändert: Die Anzahl der Käufe und Bauvorhaben ist deutlich zurückgegangen. Zwar ist dieser Rückgang längst nicht ausschließlich auf die Abschaffung der Eigenheimzulage zurückzuführen, aber dennoch darf sie als Faktor nicht außer Acht gelassen werden. Immerhin handelte es sich bei ihr um eine staatliche Förderung, von welcher die frisch gebackenen Wohneigentümer finanziell ordentlich profitieren konnten.
Wie das „Handelsblatt“ berichtet, möchte sich die CSU für die Wiedereinführung der Eigenheimzulage nun stark machen. Dieses Thema soll ein fester Bestandteil des bevorstehenden Wahlkampfs werden. Zwar hat sich die Partei noch nicht endgültig festgelegt, allerdings ist nach aktuellem Stand der Dinge davon auszugehen, dass es so kommen wird.
Ob es der CSU gelingt, andere Parteien von ihrem Vorhaben zu überzeugen und die Eigenheimzulage wieder einzuführen, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt nur sehr schwer sagen. Die Wahrscheinlichkeit eines Erfolgs ist jedoch gegeben: Immerhin war es die CSU, dies sich auch für die Wiedereinführung der Pendlerpauschale stark gemacht hat – ein Vorhaben, das erfolgreich umgesetzt wurde.
Inwiefern eine neue Eigenheimzulage den privaten Immobilienkäufern und Bauherren helfen würde, ist natürlich ein ganz anderes Thema – unter anderem stellt sich die Frage, ob die Eigenheimzulage überhaupt zu gebrauchen ist, schließlich wurde sie vom „Wohn-Riester“ abgelöst. Letzterer konnte bisher noch nicht überzeugen: Diese Form der Wohneigentumsförderung gilt als äußerst komplex und kann von Käufern sowie Bauherren nicht unmittelbar in Anspruch genommen werden. Daher ist davon auszugehen, dass viele angehende Wohneigentümer die Eigenheimzulage dem „Wohn-Riester“ vorziehen würden.
