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Donnerstag, Februar 12, 2009

Einen wirklichen Festpreis bei Fertighäusern gibt es nicht

Ihren einst schlechten Ruf haben die Anbieter von Fertighäusern schon lange abgelegt. Inzwischen kommen die Häuser bei Bauherren richtig gut an und erfreuen sich einer stark wachsenden Beliebtheit: Noch nie zuvor wurden so viele Fertighäuser errichtet. Verwunderlich ist dies nicht, immerhin existieren gegenüber dem klassischen Bauvorhaben mehrere Vorteile – einer dieser Vorteile ist der so genannte Festpreis.

So gut wie alle Fertighausanbieter werben mit dem Festpreis. Dieser soll den Bauherren ein hohes Maß an Sicherheit garantieren: Die Kosten stehen bereits vor Baubeginn fest, so dass böse Überraschungen, die auf höhere Baukosten zurückzuführen sind, nicht auftreten können – so ist es zumindest in der Theorie. Wie die „Berliner Morgenpost“ schreibt, sieht es in der Praxis jedoch ganz anders aus.

Laut dem Zeitungsartikel ist der Bau eines Hauses zum Festpreis überhaupt nicht möglich. Gleich zwei Schwachstellen werden genannt. Da wäre zunächst einmal das Geschäftsmodell der Hersteller: Angeblich würden viele Bauherren den Bauvertrag unterschreiben, bevor sie ihr Haus bemustert haben. Dies kann dazu führen, dass sich die Kosten erhöhen – schließlich steht erst nach der Bemusterung fest, welche Kosten mit dem Innenausbau in Verbindung stehen.

Die wirkliche Kostenunsicherheit rührt allerdings bei der Erschließung des Grundstücks. Bis kurz vor Baubeginn steht nicht genau fest, mit welchen Kosten zu rechnen ist. In der Praxis werden diese Kosten im Vorfeld nur geschätzt. Allerdings können diese schnell höher ausfallen, als zunächst angenommen wurde. Dies liegt vor allem an zusätzlichen Arbeiten, die plötzlich geleistet werden müssen und die im Vorfeld nicht ersichtlich waren. Hierzu kann zum Beispiel eine zusätzliche Abtragung von Bodengrund, das Anlegen von Baustraßen etc. zählen.

Daher sollten auch Bauherren, die sich für ein Fertighaus entschieden haben, nicht zu knapp kalkulieren, sondern lieber einen großzügigen finanziellen Puffer einplanen, damit sie bei ihrem Bauvorhaben nichts aus der Bahn werfen kann.

Posted by Jochen on 02/12 at 08:18 AM
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