Eltern sorgen eher konservativ vor
Die Finanzkrise verändert den Blick auf die Zukunft. Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit gehören zwar nach wie vor zu den größten Sorgen, müssen sich inzwischen aber hinter der Angst vor einem sinkenden Lebensstandard einordnen. Rund 20 Prozent der Bundesbürger gehen laut einer Studie des Vorsorgedienstleisters Delta Lloyd davon aus, dass sich ihr aktueller Status bis zum Jahr 2011 verschlechtern wird.
Die Studie, für die 1.000 Eltern befragt wurden, zeigt unter anderem auf, welche Vorsorgemaßnahmen ergriffen werden – sowohl für sich selbst als auch für den Nachwuchs. Aktiv sind in dieser Hinsicht 93 Prozent der Befragten. Mehr als die Hälfte, 54 Prozent, setzt dabei auf eine Kapitallebensversicherung. 50 Prozent verfügen über eine private Rentenversicherung. Fonds und Aktien spielen bei der Altersvorsorge eine eher untergeordnete Rolle. Wertpapiere werden nur von 13 Prozent für die eigene und von fünf Prozent für die Zukunft der Kinder gekauft. Reine Investmentfonds sind mit 17 Prozent etwas beliebter. Andere Sparprodukte kommen auf einen Anteil von 25 Prozent, wenn die Eltern für sich selbst vorsorgen. Geht es um die Zukunft der Kinder, bauen 33 Prozent auf klassische Sparkonten und 16 Prozent auf eine Privatrente.
Das Geld, das für den Nachwuchs angelegt wird, dient dabei vollkommen unterschiedlichen Zielen. Vielen ist wichtig, dass der Führerschein und das erste Auto finanziert werden können. Bei Besserverdienern steht die Ausbildung der Kinder im Mittelpunkt ihrer Bemühungen. Abseits der Policen, die ein finanzielles Polster schaffen sollen, haben 83 Prozent eine Privathaftpflicht- und 72 Prozent eine Hausratversicherung. Deutlich weniger Familien (51 Prozent) sichern sich über eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab. Viele unterschätzen, so Delta Lloyd, die Gefahr, arbeits- oder berufsunfähig zu werden – nur jeder Zehnte hält dies überhaupt für wahrscheinlich, wobei rein statistisch jeder Fünfte betroffen ist.
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