Ergo berechnet Riester-Renten neu
Die Panne mit fehlerhaften Antragsformularen und, daraus resultierend, falsch berechneten Riester-Renten will die Ergo-Versicherungsgruppe jetzt schnellstmöglich ausbügeln. Wie das Unternehmen Ende vergangener Woche mitteilte, wird der finanzielle Ausfall umgehend kompensiert. Nach Angaben des Konzerns gilt das für rund 14.000 Riester-Sparer, die sich im Jahr 2005 für die sogenannte Kaiser-Rente entschieden hatten. Die Verträge, die für den Skandal sorgten, stammten von der Ergo-Tochter Hamburg-Mannheimer.
„Wir gehen selbst auf die Kunden zu und werden unaufgefordert die Neuberechnung vornehmen“, erklärte der für Privatkunden zuständige Vorstand des Konzerns, Johannes Löper, „Ergo bestätigt den Vorfall, bedauert ihn und wird sämtliche Kunden finanziell so stellen, wie es dem Formular entspricht – also besser.“ Im gleichen Atemzug stellte Johannes Löper klar, dass die anfangs von den Medien genannte Zahl von etwa 70.000 betroffenen Kunden „viel zu hoch“ war. Die Entschädigungszahlungen werden die Assekuranz ersten Schätzungen zufolge einen einstelligen Millionenbetrag kosten, sind aber nur der erste Schritt. Der gesamte Vorfall soll weiter untersucht werden.
Wo genau der Fehler lag, weiß man bereits. Policen und Angebotssoftware seien mit Blick auf den 2005 angebotenen Tarif fehlerfrei gewesen. „Auf der Rückseite des Antragsformulars wurde jedoch irrtümlich ein zu niedriger Kostensatz genannt“, so die Versicherung. Konkret, so die „Berliner Morgenpost“, seien im Antrag die günstigeren Gebühren von 2004 aufgeführt worden. Jetzt werden die Riester-Renten gemäß der preiswerteren Variante neu kalkuliert. Die Kunden sollte es freuen, wenngleich es absolut unverständlich ist, dass ein Fehler, der schon seit Oktober 2005 bekannt ist, erst jetzt behoben wird.
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