Europa: Deutschlands Immobilien sind vergleichsweise günstig
Erst vorgestern habe ich hier im Blog über die so genannte Stadtflucht berichtet: Zunehmend mehr Ältere ziehen von den Städten auf das Land. Dies erfolgt entweder aus finanziellen Gründen, um den hohen Mietkosten zu entrinnen, oder wegen des Raumangebots und der Nähe zur Natur. Doch ältere Menschen sind nicht die einzigen, die sich für den Umzug auf das Land begeistern können. Die Welt am Sonntag hatte erst kürzlich darüber berichtet, dass sich auch eine steigende Anzahl an Ausländern für Immobilien in den ländlichen Regionen unseres Landes begeistern kann.
Allen voran die Niederländer. Bereits seit mehreren Jahren ist der Trend zu erkennen, dass immer mehr Niederländer die Entscheidung treffen, Immobilien in Deutschland zu erwerben. Vor allem Grundstücke, die sich nahe der niederländischen Grenze befinden, gelten als äußerst gefragt. Der Grund ist ganz simpel: Die Immobilienpreise sind in den Niederlanden so hoch, dass eine Verlegung des Wohnsitzes nach Deutschland eine interessante Lösung darstellt. Inzwischen hört man immer häufiger von Niederländern, die ihre lediglich halb bezahlten bzw. zur Hälfte finanzierten Stadtwohnungen verkaufen und sich in der Lage befinden, mit dem Erlös in Deutschland befindliche Immobilien vollständig zu bezahlen.
Der Preisunterschied zwischen dem niederländischen und dem deutschen Immobilienmarkt ist gewaltig. Sowohl die Grundstückspreise als auch die Baukosten fallen in den Niederlanden erheblich höher aus. In Deutschland leidet die Bauwirtschaft bereits seit vielen Jahren, so dass Bauvorhaben vergleichsweise günstig realisiert werden können – und die Grundstückspreise leiden unter dem Nachfragerückgang. Im europäischen Vergleich ist Deutschland ein günstiges Pflaster. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass zunehmend mehr ausländische Nachbarn die Entscheidung treffen, ihren Traum vom Haus im Grünen, außerhalb ihres Heimatlandes zu verwirklichen.
