Experten: Versicherungen an Lebenssituation anpassen
Das Leben ist mit zahlreichen Risiken verbunden, die sich zwar nicht vermeiden lassen, über eine gute Versicherung jedoch zumindest in ihren finanziellen Auswirkungen gemildert werden können. Nicht zu Unrecht unterhalten deutsche Haushalte darum im Durschnitt sechs bis acht Policen. Um die Kosten für den Versicherungsschutz nicht unnötig auszuweiten, sollten Verbraucher nach Ansicht der Experten der Stiftung Finanztest in jeder Lebensphase ihren Bestand an Versicherungen überprüfen und ggf. Anpassungen vornehmen.
Handlungsbedarf entsteht nach Ansicht der Experten insbesondere dann, wenn sich etwas an der persönlichen Lebenssituation ändert. Paare, die Kinder bekommen, sollten beispielsweise über eine Risikolebensversicherung nachdenken, die im Fall des Ablebens von einem oder beiden Elternteilen die finanzielle Versorgung des Nachwuchses sichert. Ausbildungsversicherungen werden dagegen von den meisten Experten nicht nahegelegt: Besser eignen sich aufgrund der Kosten und der Flexibilität Risikoversicherungen und ein zusätzlicher eigenständiger Sparvertrag.
Mit der Hochzeit ändern sich oft verschiedene Dinge im Leben von Versicherten. Ehegatten, die beide über eine eigene Haftpflichtversicherung verfügen, sollten nach der Trauung den jüngeren Vertrag kündigen – Ehepartner sind automatisch gemeinsam versichert. Paare ohne Trauschein, die in einer Wohnung leben, können ebenfalls eine gemeinsame Police unterhalten, müssen aber bei der Kündigung die üblichen Mindestlaufzeiten des Vertrages beachten.
Grundsätzlich raten Versicherungsexperten dazu, den Bestand der eigenen Policen im Abstand von einigen Jahren zu überprüfen und überflüssige Verträge zu kündigen. Darüber hinaus kann ein Verglich der Konditionen des eigenen Anbieters mit denen der Konkurrenz Aufschluss darüber geben, ob die Prämien, die entrichtet werden, angemessen sind oder ob ein Anbieterwechsel ratsam ist.
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