Falls Kinder zu Invaliden werden
Versichern beruhigt und schützt!
Sicheres Spielzeug, geprüfte Technik am Kinderrad, Gitter an Treppen zum Keller und Kindersicherungen in der Steckdose - und trotzdem oder deswegen mag an Unfälle mit Kindern keiner denken. Doch wird eben auch das junge, unerfahrene Leben von Alltags-Risiken begleitet. Und dabei geht es nicht um harmlose Schnittverletzungen oder Prelllungen. Dauerhafte Schäden an Gliedmaßen, Sehbehinderungen oder gar Narben durch Verbrennungen sind für Eltern und Großaltern eher weit aus der Welt.
So mag an Invalidität bei Kinder kaum einer ernsthaft denken, Unfallberichte in der Zeitung oder Schilderungen durch Bekannte wischt man gerne schnell beiseite. Und trotzdem gelten die Zahlen der Statistik: Auch Kinder leiden an den Folgen eines Unfalls oder einer Krankheit bis ins hohe Alter und bedürfen oft Hilfe und Pflege. Nach Ergebnissen der sogenannten KiGGS-Studie gehören Unfälle zu den höchsten Gesundheitsrisiken im Kindesalter. Zwischen 2003 und 2006 hatten 15 von 100 Kinder von 1 bis 17 Jahren während der 12 Monate vor der Befragung einen Unfall; 13 Prozent von diesen 15 Prozent, also insgesamt 2 Kinder von der Grundmenge 100, mussten im Krankenhaus behandelt werden, wobei die stationäre Behandlungsrate bei Kleinkindern im Alter von 1 bis 4 Jahre lag.
Unfälle bei den Kleinkindern ereignen sich dabei zu 60 Prozent zu Hause und in der näheren Wohnumgebung wie Garten und Hof, 19 von 100 Mal geschieht das schädigende Ereignis bei Spiel und Sport und in der Freizeit; es folgen als Unfallorte im Kleinkind-, Kindergarten- und Vorschulalter die Orte mit eigentlich professioneller Betreuung
Stürze von Spielgeräten
Mit einem Anteil von 60,4 Prozent sind Sturzunfälle bei den Ein- bis unter 18-Jährigen insgesamt das am häufigsten genannte Unfallereignis. Im Kleinkindalter (1-4 Jahre) lag der Anteil der Sturzunfälle an allen Unfällen mit 35,8 Prozent am höchsten. Am häufigsten waren in dieser Altersgruppe Stürze von der Treppe (10,4 Prozent) und Stürze von Spielgeräten (7,7 Prozent). Und eben deswegen wird bei Tausenden Kindern jährlich eine Invalidität festgestellt. Eine Tatsache, wodurch Kinder zu Behinderten werden, die lebenslang auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind, denn staatliche Leistungen sind dürftig. Eine spezielle Versicherung trägt bei Kinderinvalidität besondere Kosten mit, die durch häuslichen Umbau, ein größeres Auto, durch zusätzliche Pflege und Betreuung oder Hilfsmittel entstehen, die die Krankenkassen nicht leistet.
Mit Übergang auf den jungen Erwachsenen
Wer für Heranwachsende im Kindesalter schließlich keine Leistung aus der Invaliditätsversicherung im Ernstfall als finanzielle Unterstützung benötigte, der wird die Versicherung später auch im Erwachsenenalter als angesagt erkennen. Hilft sie doch bei individuellem Vertrag, auch später eine lebenslange monatliche Rente zu sichern, woraus sich eine zusätzliche Einnahmequelle für das behinderte Kind ableitet.
Die Policen sind gestaltbar: Da steht die einmalige Summe im Falle der Kinderinvalidität neben der monatlichen Rente und auch die Kombination beider Leistungen ist möglich. Wer ideal denkt, der kombiniert beide Modelle - Rentenzahlung und Einmalleistung bei Kinderinvalidität -, da sie sowohl lebenslang finanzielle Sicherheit für den Nachwuchs haben, sie aber auch bei eingetretener Kinderinvalidität notwendige Anschaffungen tätigen können.
Wer zahlt wann?
Wer Beiträge leistet, will wissen, wer wann zahlt. In der Regel werden Leistungen bei Kinderinvalidität ab einem Behinderungsgrad von 50 gezahlt wird. Zu beachten ist, ob sich die Zahlung der Versicherung zum Beispiel an der Schulfähigkeit orientiert oder ob Leistungen ganz ausgeschlossen werden. Dürfen auch Versicherer bei einer Kinderinvalidität die Leistungen bei angeborenen Krankheiten im Vertrag nicht mehr ganz ausschließen, werden dann aber auch Neurosen, Psychosen oder Verhaltensstörungen bei Leistungen oft ausgeschlossen. Wer beim Invaliditätsrisiko nur auf eine Unfallversicherung vertraut, vergisst das Risiko, das bei Krankheitsfolgen die Einmal-Leistung oder eine Rente sinnvoll macht. Bei Unfall-Invalidität wird eben auch nur dieses Risiko abgedeckt. Lebenslange Behinderung durch Krankheit ist nicht Gegenstand einer Unfallversicherung. Und dabei sind Krankheiten weit häufiger die Ursache für Invalidität als es Unfälle sind.
Weniger sinnvoll sind Invaliditätsversicherungen für die Risikogruppe ‘Kinder’, mit denen eine Kapital-Lebensversicherung verknüpft wird. Soll für ein Kind Vermögen aufgebaut werden, sollte das eher mit einem Sparplan bei einer Bank geschehen. Als sinnvoller gelten Versicherungen gegen Invalidität, bei denen sich die Police nach dem Kindesalter in eine Berufsunfähigkeitsversicherung verwandelt, weil spätere Erwachsene mit Vorerkrankung später nur schwer einen neuen Schutz bei Berufsunfähigkeit bekommen können. Solche Policen für Kinder sind auf deren spezielle und eingeschränkte Leistungen bei erheblichen Bedingungen zu prüfen.
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