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Montag, Januar 21, 2008

Familienzusammenführung bei der Allianz

War bei der Allianz vor einigen Jahren noch die größtmögliche Unabhängigkeit der Tochtergesellschaften ausschlaggebend, wird die Leine jetzt ganz kurz gehalten. Der Mutterkonzern holt seine Töchter zurück. An der Allianz Lebensversicherung hält man nach einem Fehlversuch in 2007 inzwischen die nötigen 95 Prozent. Die Minderheitsaktionäre werden den Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate erhalten und ausgezahlt. Alleine für die Sparte Lebensversicherung kostet die „Familienzusammenführung“ rund 600 Millionen Euro.

Seit zwei Jahren strukturiert die Allianz bereits um. Neben dem Geschäftsfeld Lebensversicherung werden auch die Schaden-Unfall- sowie die private Krankenversicherung in die Allianz Deutschland übergehen – als Firmen bleiben die Töchter jede für sich erhalten. Mit der Fusion kommt es auch zu einer Bündelung des Vertriebs. Ein Grund für diesen Schritt: Die Allianz erhofft sich ohne die Minderheitsaktionäre bei der Lebensversicherung eine einfachere Führung der Gesamt-Firmen-Gruppe.

Motor hinter der Umstrukturierung ist Gerhard Rupprecht, Chef der Allianz Deutschland. Für ihn ist es eine komplette Kehrtwende. Als Vorstand von Deutschland größtem Lebensversicherer war er noch auf die Eigenständigkeit des Firmenzweiges bedacht, ganz im Sinne der Kunden. Nun treibt er den Andockvorgang ans Mutterschiff voran.

Posted by Andre on 01/21 at 01:15 PM
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