Finanzkrise: Deutsche Versicherungskunden nicht betroffen
Die seit einem Jahr schwelende Finanz- und Hypothekenkrise hat jüngst einen neuen Höhepunkt erreicht: Das traditionsreiche amerikanische Investmenthaus Lehman Brothers hat Gläubigerschutz beantragt und befindet sich demnach in der Insolvenz. Ein weiterer spektakulärer Zusammenbruch zeichnet sich indes ab: Der einst weltgrößte Versicherungskonzern AIG ist in Schieflage geraten und wird möglicherweise bereits in den kommenden Tagen zusammenbrechen. Angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten und den nicht enden wollenden Schreckensmeldungen fragen sich immer mehr deutsche Versicherungskunden, ob ihre Policen in Gefahr geraten sind.
Experten beruhigen daher und versichern, dass es keinen Grund zur Panik gebe. Die deutschen Assekuranzen sind nach Angaben von Fachleuten ausreichend liquide, um im Schadensfall die vertraglich zugesicherten Leistungen auch erbringen zu können. Dabei können sich Versicherungsnehmer der Vertragserfüllung ihres Anbieters bei Sachversicherungen ebenso sicher sein wie der Leistung bei kapitalbildenden Lebensversicherungen, die fällig werden: Lebensversicherungen sowie private Rentenversicherungen sind durch einen umfangreichen Einlagensicherungsschutz abgedeckt und demnach nicht in Gefahr.
Reine Krankenversicherungen indes, die mit dem Investmentgeschäft und den Entwicklungen am Kapitalmarkt nichts zu tun haben, sind nach Einschätzung von Branchenkennern ohnehin nicht gefährdet und werden zuverlässig ihre Leistungen erfüllen. Auch die Kapitalrücklagen der privaten Krankenversicherungen sind nicht in Gefahr: Der Gesetzgeber hat verfügt, dass die Mittel zur Dämpfung des Beitragsanstiegs im Alter ausschließlich in sichere Finanzinstrumente investiert werden dürfen und somit nicht den gegenwärtigen Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten ausgesetzt sind.
Insgesamt raten Experten dazu, die aktuellen Ereignisse nicht überzubewerten und auf gar keinen Fall voreilige Konsequenzen zu ziehen – die Situation erfordert dies schlicht nicht.
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