Finanzkrise macht den Immobilienerwerb wieder attraktiv
Bis vor wenigen Wochen war man sich innerhalb der Immobilienbranche noch weitestgehend darüber einig, dass deutsche Immobilien nicht mehr als wertstabil gelten. Wenn man einmal von einigen ausgewählten Boomregionen wie zum Beispiel Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart absieht, sind die Immobilienpreise in den anderen Regionen am Stagnieren oder sogar rückläufig. Grund ist eine zurückgehende Nachfrage: Aufgrund der wirtschaftlich besseren Situation zieht es die Menschen in die Metropolregionen.
Allerdings könnte sich der Immobilienmarkt schneller erholen, als bisher angenommen wurde. Grund ist die globale Finanzkrise: Weil den Anlegern das Vertrauen fehlt und diese sich teilweise nicht einmal mehr trauen, in konservative Wertpapiere zu investieren, nimmt das Interesse an Immobilien spürbar zu. Zunehmend mehr Anleger können sich plötzlich vorstellen, ihr Kapital zu schützen, indem sie Immobilien erwerben.
Jedoch ist anzumerken, dass sich beim Großteil der potentiellen Immobilienkäufer um institutionelle Anleger, also Unternehmen und Banken handelt. Zwar ist das Interesse an Immobilien auch bei den Privatanlegern gestiegen, allerdings befindet sich von dieser Gruppe nur ein vergleichsweise kleiner Teil in der Lage, ganze Immobilien zu erwerben – bei den meisten Privatanlegern reichen die Ersparnisse nicht ganz aus, um solch große Investments tätigen zu können.
Weil sich vor allem institutionelle Anleger auf die Suche nach attraktiven Immobilien begeben, wirkt sich dies in erster Linie auf die gewerblichen Immobilienmärkte aus. Somit könnte es sein, dass schon bald die Preise von Gewerbeimmobilien spürbar zunehmen, wobei voraussichtlich auch hier wieder die wirtschaftlich starken Metropolregionen am besten abschneiden werden.
