Finanztest: Pensionskassen gut vergleichen
Arbeitnehmern steht über den Betriebsrat oft ein Mitbestimmungsrecht im Hinblick auf die Pensionskasse zu, in die Betriebsrenten eingezahlt werden. Die Stiftung Finanztest hat nun verschiedene Kassen miteinander verglichen und signifikante Unterschiede bei den Leistungen festgestellt. Angestellte sollten daher auf ihren Betriebsrat bzw. ihren Arbeitgeber einwirken, um in den Genuss eines günstigen Preis-Leistungs-Verhältnisses zu gelangen.
Im Test wurde eine Konstellation zugrunde gelegt, bei der 37 Jahre alte Angestellte über einen Zeitraum von drei Dekaden eine jährliche Einzahlung in eine Pensionskasse über 2100 Euro erhielten und im Gegenzug ab dem 67.Lebensjahr eine lebenslange Rente ausbezahlt bekommen haben. Die Unterschiede im Niveau der Leistungen in der Auszahlungsphase waren dabei gravierend: Die schlechteste Pensionskasse zahlt eine monatliche Rente über 329 Euro und die beste gewährt Bezüge in Höhe von 531 Euro monatlich.
Der Testsieger steht den meisten Arbeitnehmern allerdings nicht zur Verfügung: Die Selbsthilfe Pensionskasse kann nur von Angestellten der katholischen Kirche und des Caritas Verbandes genutzt werden. Die Kölner Pensionskasse als Zweitplatzierte steht als Betriebskasse allen Beschäftigten offen.
Die betriebliche Altersvorsorge wird von Experten als eine der drei Säulen der Rentensicherung bezeichnet und soll neben der gesetzlichen Rentenversicherung und privaten Engagements die Auswirkungen der demographischen Entwicklung ausgleichen, die durch eine Verschiebung des Verhältnisses von Rentenempfängern und Beitragszahlern zu einem deutlichen Absinken des Niveaus der gesetzlichen Rentenversicherung führt. Ohne ausreichende Maßnahmen werden schon in wenigen Jahren viele Rentner ihren gewohnten Lebensstandard nicht mehr aufrecht erhalten können. Eine gute Pensionskasse hilft, die Lücke zu schließen.
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