Flaute am Immobilienmarkt: Rückgang der Baugenehmigungen
Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden vorgestern mitgeteilt hat, ist für das vergangene Jahr ein deutlicher Rückgang der Baugenehmigungen festzustellen. Während im Jahr 2006 noch der Bau von 247.541 Wohnungen genehmigt wurde, so waren es im Jahr 2007 nur noch 182.315 – was einen Rückgang von ganzen 26,3 Prozent darstellt.
Nun könnte man meinen, der Rückgang sei darauf zurückzuführen, dass sich zunehmend mehr Menschen für den Kauf von Bestandsobjekten entscheiden. Doch im Bereich der Immobilientransaktionen ist eine ganze ähnliche Entwicklung festzustellen: Die Anzahl der getätigten Käufe soll im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 20 Prozent zurückgegangen sein.
Nun stellt sich natürlich die Frage, auf welche Ursache diese Entwicklung zurückzuführen ist. In der Politik scheint man sich schon sicher zu sein, die Wurzel allen Übels gefunden zu haben: Zahlreiche Politiker sind darüber einig, dass die Abschaffung der Eigenheimzulage für den Rückgang der Bauvorhaben und Immobilienkäufe verantwortlich ist. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass eifrig daran gearbeitet wurde, ein Nachfolgekonzept zur früheren Wohnförderung zu finden.
Wie bereits zu Beginn der vergangen Woche hier im Blog berichtet wurde, ist es fortan möglich, vom so genannten „Wohn-Riester“ zu profitieren. Mit ihm sollen Riester-Sparer ihre eingezahlten Beträge auch zum Kauf oder zur Darlehenstilgung verwenden können. Allerdings trifft das neue Förderkonzept selbst bei den Finanzdienstleistern auf wenig Gegenfreude: Es ist schlichtweg zu komplex und wirkt aufgrund einer nachgelagerten Versteuerung für viele Menschen abschreckend.
Demnach könnte es so sein, dass die derzeitige Immobilienflaute noch eine ganze Weile anhält. Für potentielle Immobilienkäufer sind das natürlich gute Nachrichten: Eine geringe Nachfrage an den Immobilienmärkten sorgt auch für niedrigere Immobilienpreise. So gesehen könnte das Jahr 2008 vielen Menschen die Möglichkeit bieten, günstig Wohneigentum zu erwerben.
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