Förderung zum Erwerb von Wohneigentum: Gemeinden gehen beispielhaft voran
Bereits seit einigen Jahren entscheiden sich von Jahr zu Jahr immer weniger Privathaushalte für den Erwerb von Immobilieneigentum. Experten machen hierfür unter anderem die fehlenden finanziellen Anreize bzw. fehlende Förderprogramme verantwortlich. Denn in Zeiten, als es die Eigenheimzulage noch gab, haben wesentlich mehr Familien die Entscheidung getroffen, eine eigene Immobilie zu erwerben.
Zwar soll schon sehr bald mit dem „Wohn-Riester“ eine neue Form der finanziellen Förderung verfügbar sein, jedoch gilt diese als vergleichsweise komplex. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Förderung nicht unmittelbar bzw. im Bedarfsfall sofort in Anspruch genommen werden kann – stattdessen gilt es über Jahre hinweg ein entsprechendes Riester-Finanzprodukt zu besparen.
Dass es anders und vor allem auch wesentlich einfacher zeigt, machen einige Städte und Gemeinden vor, die mit eigenen Förderprogrammen aufwarten. Eines der besten Beispiele ist die Stadt Alsdorf, die im nordrhein-westfälischen Kreis Aachen liegt. Wie gegen Ende vergangener Woche in den Medien berichtet wurde, hat die Stadt ein eigenes Förderprogramm aufgelegt, um einerseits mehr Menschen zum Erwerb von Wohneigentum zu bewegen, andererseits auch um mehr Familien in ihre Region zu locken.
Das Förderprogramm kann sich durchaus sehen lassen und wirkt im Vergleich zum „Wohn-Riester“ richtig einfach, so dass potentielle Immobilienkäufer und Bauherren das Förderkonzept auch nachvollziehen können. Dieses sieht vor, dass Familien einen direkten finanziellen Zuschuss in Höhe von 1.500 Euro je Kind erhalten. Die Obergrenze der Förderung liegt bei 6.000 Euro, was letzten Endes bedeutet, dass die Förderung für maximal vier Kinder geltend gemacht werden kann.
Entsprechende Förderprogramme sind auf jeden Fall sehr interessant und gleichzeitig mehr als nur eine Alternative zum „Wohn-Riester.“ Familien, die mit dem Gedanken spielen, Wohneigentum zu erwerben, sollten sich deshalb mit ihren Städten und Gemeinden in Verbindung setzen, um zu erfahren, ob sie ebenfalls entsprechende Zuschüsse erhalten können.
