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Sonntag, November 22, 2009

Forwarddarlehen: Die Zinsen ziehen langsam an

Obwohl das Forwarddarlehen immer noch als vergleichsweise unbekannt gilt, gibt es inzwischen eine beachtliche Anzahl an Immobilieneigentümern, die sich für diese Art von Finanzierung interessiert. Glücklicherweise erkennen zunehmend mehr Baufinanzierungskunden, dass sich ihnen mit dem Forwarddarlehen die Möglichkeit bietet, frühzeitig einen günstigen Zinssatz zu sichern und somit den Grundstein für eine günstige Anschlussfinanzierung zu legen.

Was das Interesse an Forwarddarlehen betrifft, so kann dieses als vergleichsweise groß eingestuft werden. Etliche Darlehensnehmer informieren sich mittlerweile fortlaufend über die aktuellen Konditionen. Der eigentliche Abschluss wird jedoch längst nicht so häufig vorgenommen. Dies hat einen ganz simplen Grund: Je früher das Darlehen abgeschlossen wird (der Abschluss kann bis zu 3 Jahre vor dem Umschuldungszeitpunkt erfolgen), desto höher ist der spätere Zinssatz. Dies liegt am Vorlauf: Mit jedem Monat, den ein Forwarddarlehen früher abgeschlossen wird, fällt der Zinssatz ein kleines bisschen höher aus. Dementsprechend wird darauf abgezielt, das Darlehen so spät wie möglich abzuschließen, um einen niedrigen Zinssatz zu ergattern.

Allerdings ist seit einigen Wochen festzustellen, dass die sogenannten Forwardaufschläge am Steigen sind. Wenn die Forwardaufschläge auch nur geringfügig teurer werden, kann sich dies aufgrund der Wartezeit von mehreren Monaten bis zur Auszahlung deutlich auf den Zinssatz aufwirken. Sobald eine Bank die Forwardaufschläge erhöht, kann sich der endgültige Zinssatz spürbar verteuern. Daher gilt es als ratsam, über einen möglichst zeitnahen Abschluss nachzudenken: Sollten die Forwardaufschläge weiterhin zunehmen, so hilft das Abwarten bzw. die spätere Aufnahme des Darlehens nicht besonders viel – zumal immer noch das Risiko besteht, dass Baugeldzinsen generell wieder anziehen und sich die Darlehen somit zusätzlich verteuern.

Posted by Jochen on 11/22 at 11:00 AM
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