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Donnerstag, Juli 03, 2008

Frauen wünschen sich Sicherheit bei der privaten Altersvorsorge

Private Altersvorsorge ist ein Thema, das jeden betrifft, aber völlig individuell gehandhabt werden muss. Einheitslösungen machen keinen Sinn, da jeder andere Voraussetzungen mitbringt, die sich direkt auf den gesetzlichen Rentenanspruch niederschlagen. Entsprechend unterschiedlich fallen die finanziellen Versorgungslücken im Alter aus. Frauen haben es in dem Punkt besonders schwer. Sie verdienen weniger, stehen nicht ganz so lange im Berufsleben wie ihre männlichen Kollegen und haben eine höhere Lebenserwartung, müssen also länger mit weniger Geld auskommt. Welche Maßnahmen die Damenwelt ergreift, um später über die Runden zu kommen, wollte jetzt die Versicherungskammer Bayern wissen, und beauftragte das Marktforschungsinstitut psychonomics AG, sich umzuhören.

Zwei Drittel der Frauen gehen demnach davon aus, dass sie im Rentenalter Einbußen haben werden. Die überwiegende Mehrheit rechnet mit einem Minus von 600 Euro. Zehn Prozent gehen gar von 1.000 Euro aus, die später weniger zur Verfügung stehen. Kein Wunder also, dass fast alle die Notwendigkeit der privaten Altersvorsorge erkannt haben. Diese Erkenntnis in die Tat umgesetzt haben bislang aber nur wenige. 27 Prozent sagen, sie hätten sich noch nicht ausreichend mit dem Thema befasst und sich über die verschiedenen Produkte informiert. Knapp ein Zehntel wolle sich aber noch in diesem Jahr darum kümmern. Wenn privat vorgesorgt wird, investieren Frauen durchschnittlich 135 Euro im Monat. Männer legen rund 164 Euro im Monat für eine zusätzliche Rente auf die Seite.

Dabei spielt bei 30 Prozent der Frauen die Angst mit, sich den Mehraufwand nicht leisten zu können, wenngleich viele bereit sind, statt in den Konsum in die private Rente zu investieren. Grundsätzlich zeigen sich Frauen weniger risikobereit. Sie wollen eine sicherheitsorientierte Anlage, die auch bei einem Verdienstausfall bestehen bleibt. Nach Möglichkeit sollte auch eine garantierte Verzinsung wie bei der Lebensversicherung geboten werden. Ein weiterer Punkt auf der Wunschliste ist die Flexibilität des Altersvorsorgeprodukts, beispielsweise wenn die Beitragszahlung für eine gewisse Zeit ausgesetzt werden soll. Favorisiert wird im Moment die Riester-Rente. Das staatliche geförderte Modell und die Lebensversicherung sind 90 Prozent der Damen ein Begriff. Die Rürup- oder Basisrente kennen hingegen nur 43 Prozent.

Posted by Andre on 07/03 at 08:45 AM
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