Freitag der 13. aus Sicht der Assekuranz
Freitag der 13. steht bevor. Wer abergläubisch ist, macht einen großen Bogen um schwarze Katzen und Leitern, sucht die Nähe zum Schornsteinfeger oder verkriecht sich für 24 Stunden gut vermummt im Bett, um jedem Unglück aus dem Weg zu gehen. Gleich, welche Taktik man sich zurechtlegt: Nötig wäre es eigentlich nicht. Denn laut Zurich Versicherung passiert an jenen unheilvollen Tagen mit der magischen Zahl weit weniger als angenommen. „Unsere Analyse zeigt, dass Freitage, die auf den 13. eines Monats fallen, im Schnitt sogar weniger Schadenmeldungen aufweisen als andere Tage“, erklärt das Unternehmen.
Dass eine Versicherung sich näher mit dem Thema Freitag der 13. befasst, sollte nicht verwundern. Schließlich müssen die Assekuranzen in aller Regel für die Unglücke aufkommen, die an diesem Tag passieren. Die private Haftpflichtversicherung hätte vermutlich gut zu tun, ebenso die Hausrat- und die Kfz-Versicherung, wenn es sich wirklich um einen Tag handeln würde, der von Pleiten, Pech und Pannen geprägt wäre. Dem ist aber nicht so. Das zeigen gleich mehrere Statistiken, wobei die Zurich Versicherung regelmäßig zu diesem Thema forscht und ihre Daten veröffentlicht.
„Im Schnitt der letzten beiden Jahre haben wir an allen Tagen einer Woche, außer an Freitagen, rund 2.150 Schäden verzeichnet. An Freitagen hingegen waren es im selben Beobachtungszeitrum etwa zehn Prozent mehr“, sagt Rüdiger Hackhausen, Vorstandsmitglied und Schaden-Experte der Zurich. Freitage scheinen es also wirklich in sich zu haben – mit einer Ausnahme: Wenn der Tag auf einen Dreizehnten fällt. Dann sind es 2.100 Schäden pro Tag und damit weniger als an anderen Wochentagen. Die „13“ scheint ohnehin eher eine Glückszahl zu sein. In den vergangenen Jahren landeten am 13. Tag des Monats im Schnitt „nur“ 1.800 Schadensmeldungen auf den Schreibtischen der Versicherungen.
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