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Samstag, Januar 03, 2009

Fremdwährungsdarlehen wirken derzeit attraktiv, sind aber gefährlich

In den vergangenen Wochen sind einige Währungen stark unter die Räder gekommen. Insbesondere das britische Pfund, aber auch den US-Dollar hat es stark erwischt: Beide Währungen haben gegenüber dem Euro stark an Wert verloren. In Zeiten wie diesen werden privaten Immobilienkäufern und Bauherren von einigen Finanzierungsberatern wieder gern Fremdwährungsdarlehen angeboten. Auf den ersten Blick sehen die Immobiliendarlehen, die auf eine fremde Währung lauten, sehr attraktiv aus – allerdings bringt eine Darlehensaufnahme auch hohe Risiken mit sich.

Es existieren gleich zwei Gründe, die Fremddarlehen so attraktiv machen. Beim ersten Grund handelt es sich um die Zinssätze, zu denen die Darlehen abgeschlossen werden können. Sowohl in Großbritannien als auch in der Schweiz und den USA sind die Zinsen derzeit sehr günstig, so dass man sich durch den Abschluss eines entsprechenden Darlehens in der Lage befindet, den deutschen Banken ein Schnippchen zu schlagen und eine deutliche Zinsverringerung zu erzielen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass einem die Währungsentwicklung entgegenkommt und sich somit die finanzielle Belastung verringert.

Auf der anderen Seite stellt die Tatsache, dass sich die Wertigkeit bzw. der Umrechnungskurs der Fremdwährung ändern kann, ein immens großes Risiko dar. Gerade in diesen Zeiten, in denen die Fremdwährungen bereits ordentlich unter Druck geraten sind, stellt sich die Frage, inwiefern die Währungen überhaupt noch an Wert verlieren können, was für den Darlehensnehmer von Vorteil ist. Gerade auf lange Sicht besteht eine vergleichsweise hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich die Fremdwährungen erholen und somit zu einer starken Verteuerung des Darlehens führen. Eine solche Verteuerung lässt den Zinsvorteil dann sehr schnell gering aussehen und kann die finanzielle Belastung, die auch einem solchen Immobiliendarlehen hervorgeht, drastisch erhöhen. Daher ist der Großteil potentieller Darlehensnehmer gut damit beraten, dieses Risiko nicht einzugehen und bei der Baufinanzierung von Fremdwährungsdarlehen lieber die Finger zu lassen.

Posted by Jochen on 01/03 at 12:43 PM
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