Für ein paar Euro Schutz vor Schäden durch Hooligans während der EM
Oft kommt es nicht vor, dass Versicherungen Verträge anbieten, die als wenig rentabel gelten. Negativselektion nennt sich ein solches Vorgehen. Angesichts einer so prestigeträchtigen Veranstaltung wie den Europameisterschaften im Fußball, hat die Wiener Städtische sich dennoch dazu durchgerungen, dem Ruf der Anwohner der so genannten Fanmeilen nachzukommen und bietet eine Vandalismusversicherung an. Bei einer Gesamtversicherung für ganz Klagenfurt hatte sie noch abgewunken. Das Risiko war zu hoch.
Da sich vermutlich nur diejenigen um eine Police bemühen werden, die in exponierter Gegend wohnen und damit gefährdet sind, könnte es sich als Zusatzgeschäft erweisen. „Das macht man als Versicherer normalerweise nicht“, sagt Erich Obertautsch, Landesdirektor des Unternehmens. Man sehe es Verpflichtung, einen Beitrag zur EM zu leisten und habe deshalb diesen Weg eingeschlagen. Mittlerweile folgen auch andere Versicherungsunternehmen aus Österreich dem Beispiel wie die Uniqua, die Generali und die Helvetia.
Gültig ist der Versicherungsschutz für den Zeitraum von 1. Juni bis zum 7. Juli. Er umfasst alle Schäden, die durch feiernde Fans und Hooligans in Gärten, an der Fassade sowie in Geschäften und Gaststätten verursacht werden. Autos sind nicht inbegriffen. Beim Preis für die Police hängt es davon ab, ob man den Schutz als Mieter, Hausbesitzer oder Geschäftsmann genießen möchte. Bei einer Deckungssumme von 2.500 Euro zahlen Wohnungsmieter 15 Euro, für 5.000 Euro Deckung werden 24 Euro verlangt. Hausbesitzer werden mit 36 bzw. 48 Euro zur Kasse gebeten (bei einem Schutz bis zu 5.000 bzw. 10.000 Euro), bei Geschäftsleuten sind es 79 bzw. 98 Euro für eine Deckungssumme von 10.000 bzw. 20.000 Euro. Der Selbstbehalt liegt bei 150 bis 250 Euro.
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