Gerüchteküche Volksfürsorge
Bei der Volksfürsorge in Hamburg geistern derzeit mehr Gerüchte durch die Gänge als jemals zuvor. Es geht nicht einfach um Klatsch, wer mit wem und warum. Es sind Existenzängste, die sich bei den Beschäftigten des Versicherungsunternehmens breit machen. Seit 14 Jahren gehört der Versicherer zur AMB Generali Holding. Nun ist von Fusion die Rede und dem Ende des Namens Volksfürsorge. München statt Hamburg wäre dann der Arbeitsplatz vieler Angestellter.
Sie haben in den vergangenen Jahren ohnehin mehr Angstschweiß vergossen, denn mit der AMB wehte der Wind ein wenig frischer. Effizienz- und Sparprogramme bestimmen seither den Alltag. 2006 wurde den Mitarbeitern angekündigt, dass 310 Stellen in den Vertriebstellen und 150 in der Zentrale gestrichen werden. Betriebsbedingte Kündigungen sollen dabei außen vor bleiben, heißt es von der Konzernspitze, die mit ihrem Programm „im Zeitplan“ sei.
Was nun aber die Fusion betrifft, hat der Vorstandschef Jörg Stapelfeld den Mitarbeitern ein Rundschreiben zukommen lassen. Es sei noch nichts entschieden. Richtig beruhigend klingen die weiteren Zeilen allerdings nicht. Von strategischen Planungen und Überlegungen zu Struktur-Veränderungen, die erörtert würden und für ein international ausgerichtetes Unternehmen vollkommen normal seien, ist da die Rede. Der Chef der AMB Generali Holding, Dietmar Meister, spricht von der Positionierung am Markt und, dass Aufsichtsrat und Großaktionär sich, wie in der Geschäftswelt üblich, Gedanken darüber machten, ob die Strukturen optimal seien oder verbessert werden könnten.
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