Gescheiterter Verkauf der Postbank an Allianz
Die Postbank AG steht zum Verkauf und einer der größten Interessenten hat sich nun ins Aus befördert. Die Versicherungsgesellschaft Allianz kann ihre Policen gar nicht über die Postbank AG vertreiben, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ verkünden ließ. Die Postbank ist an die Konkurrenten Talanx und HUK Coburg gebunden. Ein Talanx- Sprecher teilte mit, dass außer ihrer Gesellschaft in den kommenden 15 Jahren niemand dazu berechtigt ist, Lebensversicherungen in den Postbank- Filialen zu verkaufen. Selbst bei einem Eigentümerwechsel, dem sogenannten Change of Control, muss die Zusammenarbeit seitens der Postbank unverändert weiterlaufen. Eine „Change of Control“ Klausel ist nicht vorhanden.
Aus diesem Grunde ist die Postbank laut der FAZ auch ein ähnlich fragwürdiger Partner für andere Versicherungsunternehmen. Die Bonner Bank ist im Punkto Unfallpolicen auch langfristig und exklusiv an die Talanx gebunden. Dies ist bei den Autoversicherungen der Fall, die der umsatzstärkste Bereich der Sachversicherungsgesellschaft sind. Die Nürnberger HUK Coburg und die Bank sind in der Sparte Haftpflicht- und Hausratversicherung miteinander verbunden. Ein HUK-Sprecher teilte der FAZ mit, dass sich auch nach Verkauf der Postbank ganz sicher daran nichts ändern würde.
