Gothaer stoppt Werbekampagne für Privathaftpflichtversicherung
Die Gothaer Versicherung hat eine Werbekampagne für Privathaftpflichtversicherung Plus beendet. Grund ist die irreführende Verwendung eines Siegels der Stiftung Warentest.
Die neuen Fernsehspots von Gothaer waren gerade erst eine Woche im Fernsehen zu sehen. Auch ich hatte einen Spot erspäht, den ich ganz lustig fand. Kernelement des Spots sind personifizierte Sorgen. Das sind griesgrämige Männchen mit grauen Kapuzenpullovern auf denen der Satz steht “Sorge um Hab und Gut”.
Im ersten Spot packt eine junge Frau gerade ihren Laptop ein, um damit auf die Straße zu gehen. In dem Moment äußern zwei Sorgenmännlein ihre Bedenken. Der eine macht die Anmerkung, dass man angerempelt werden könnte. Der Computer könnte herunterfallen. Und der Rempler wäre nicht versichert. Das zweite Sorgenmännlein stellt die Frage: Und wer zahlt dann den Schaden? Und antwortet selbst: Du.
Die Frau sagt “Nee, ich bin bei der Gothaer versichert.”, was dazu führt, dass beide Sorgenmännchen explodieren. Der Off-Sprecher erklärt, dass man seine Sorgen vergessen sollte. Weil es ja nun die Privathaftpflichtversicherung Plus der Gothaer gibt. Gezeigt wird dann noch das Siegel der Stiftung Warentest, dass der Versicherer allerdings für eine andere Versicherung bekommen hat.
Neben diesem Missgeschick stellt sich allerdings die Frage, ob eine Privathaftpflichtversicherung überhaupt Schäden abdeckt, die ein anderer verursacht, der wiederum nicht versichert ist. Ein Blick auf die Internetseite von Gothaer verrät: Tatsächlich ist der Forderungsausfall mitversichert. Dieser soll eintreten, wenn der Schädiger nicht zahlen kann.
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