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Mittwoch, Juni 15, 2011

Große Preisspannen beim BU-Schutz

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt als unverzichtbar, wenn der Lebensunterhalt mit der eigenen Hände Arbeit verdient wird. Dass Verbraucherschützer und Bund der Versicherten darauf pochen, entsprechend vorzusorgen, kommt nicht von ungefähr: Jeder Vierte wird im Laufe seines Lebens berufsunfähig. Dabei stehen Interessenten, die eine private Versicherung abschließen wollen, vor zwei Hürden: der Angebotsvielfalt und den immer strengeren Auswahlkriterien der Assekuranzen. In puncto Angebot brachte jetzt die Zeitschrift Finanztest ein wenig Licht ins Dunkel.

52 Tarife hat die Redaktion näher unter die Lupe genommen und nach Preis und Leistung bewertet. Wenig überraschend ist die Erkenntnis, dass zwischen günstigen und teuren Verträgen bis zu 160 Prozent Prämienunterschied liegen. Dazu nennt die Stiftung Warentest zwei Beispiele: Ein Altenpfleger müsste für eine Berufsunfähigkeitsrente in Höhe von 1.000 Euro, die bis zum 65. Lebensjahr gezahlt würde, zwischen 645 und 1.742 Euro pro Jahr aufbringen. Bei einer Diplomkauffrau, die eine BU-Rente über 2.000 Euro vereinbaren und sich bis zum 67. Lebensjahr absichern möchte, reicht die Bandbreite von 870 bis 2.282 Euro jährlich.

Überzeugt haben die Tester bei allen Modellkunden vor allem die Tarife der AachenMünchener. „Eine Reihe weiterer Verträge war ebenfalls sehr gut – besonders preisgünstig darunter die Tarife von HUK24 und HUK-Coburg“, erklärt die Stiftung Warentest. Bleibt das Problem, dass viele Anträge auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung gar nicht erst angenommen werden. Die Absagen basieren in der Regel auf Vorerkrankungen, die Punkt für Punkt und ohne Schönfärberei aufgelistet werden müssen. Doch auch der Beruf an sich kann bereits ein Ablehnungsgrund sein.

Die Experten von Finanztest raten daher, „gleichzeitig bei mehreren Anbietern anzufragen“. Denn sollte auch nur ein Antrag abgelehnt werden, wird es relativ schwer, bei einer anderen Assekuranz einen guten und günstigen Vertrag über eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu erhalten. Die Ausgangslage zu verbessern, indem falsche Daten in die Fragebögen eingetragen werden, bringt gar nichts, höchstens Ärger. Denn sollte man die BU-Police irgendwann in Anspruch nehmen müssen, kommen diese Fehler ans Tageslicht und würden im schlimmsten Fall dafür sorgen, dass gar keine Rente gezahlt wird.

Posted by Andre on 06/15 at 12:11 PM
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