Grundsteuer soll reformiert werden
Wer Immobilieneigentum erwerben möchte, darf die dauerhaften Folgekosten nicht außer Acht lassen. Dies gilt selbst für unbebaute Grundstücke, denn einmal im Jahr wird die Grundsteuer fällig. Der Staat lässt sich auf diesem Wege gut bezahlen – rund 10 Mrd. Euro werden jährlich damit eingenommen.
Allerdings befindet sich die Grundsteuer seit Jahren in der Kritik. Dies gilt insbesondere für die Art der Steuerfestsetzung. Das System gilt als aufwendig und veraltet. Die Finanzämter müssen einen vergleichsweise großen Aufwand betreiben, um die Steuer zu ermitteln. Hinzu kommt die Tatsache, dass das Verfahren nicht unbedingt gerecht ist: Je nach Grundstück und Bebauung kommen einige Eigentümer bei der Besteuerung besser weg als Eigentümer, die ähnliche Grundstücke besitzen.
Damit soll in Zukunft Schluss sein. Wie „Focus Online“ schreibt, haben sich die schwarz-gelb regierten Länder intensiv mit der Thematik beschäftigt und ein neues Konzept zur Festsetzung der Steuer ausgearbeitet. Dieses Konzept sieht eine einheitliche Besteuerung vor, die auf einer pauschalen Bewertung basiert. Im Vergleich zum früheren Bewertungsverfahren sollen deutlich weniger Faktoren herangezogen werden. Im Wesentlichen sollen Grundstücksgröße und die Art der Bebauung (Nutzfläche und die Anzahl der Geschosse sind die entscheidenden Faktoren) über die Höhe der Grundsteuer entscheiden.
Ob und wann das Vorhaben umgesetzt wird, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Allerdings gehen Experten davon aus, dass die Reform der Grundsteuer nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen wird. Ebenso bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen die Reform für den einzelnen Immobilieneigentümer mit sich bringt – die Gefahr, künftig eine höhere Steuer entrichten zu müssen, besteht durchaus.
