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Dienstag, Juli 21, 2009

Grundstückskauf: Bergbauschäden berücksichtigen

Das Unglück von Sachsen-Anhalt, bei welchem ein ganzes Haus vollständig vom Erdboden verschluckt wurde, hat viele Immobilieneigentümer aufgeschreckt. Etlichen Bewohnern von Gebäuden, die sich in entsprechenden Gebieten (Gebiete in denen einst Untertagebau betrieben wurde) befinden, ist es mulmig zumute: Womöglich könnte es auch in ihrer Gegend zu so genannten Bergbauschäden kommen. Zwar muss es längst nicht soweit kommen, dass gleich gesamte Häuser vom Erdboden verschwinden, doch zumindest ist es möglich, dass Bewegungen im Erdreich zu anderen Schäden, beispielsweise zu Rissen in den Außenwänden etc., führen.

Dementsprechend stellt sich die Frage, ob man in einer solchen Region überhaupt bauen oder eine Immobilie kaufen möchte. Immerhin gibt es gleich mehrere Regionen, die betroffen sind bzw. in denen das Risiko von Bergbauschäden besteht. Längst nicht nur Sachsen-Anhalt ist betroffen – insbesondere im Ruhrgebiet existieren zahlreiche Regionen, in denen einst Steinkohle im Untertagebau abgebaut wurde. Die Kohleförderung ist zwar heutzutage fast nicht mehr existent, doch die unzähligen unterirdischen Gänge und Kanäle sind nach wie vor vorhanden. Dementsprechend bleibt in diesen Regionen ein gewisses Risiko bestehen.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, entscheidet sich bewusst für den Kauf eines Grundstücks, das sich in einer Region befindet, in welcher mit Gewissheit kein Untertagebau stattgefunden hat. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan, schließlich bringen die betroffenen Regionen einen gewissen Reiz mit sich, der sich in erster Linie bei den Kosten widerspiegelt: Wo einst Kohle abgebaut wurde und heute wieder Menschen angesiedelt werden, ist das Bauland günstig zu haben – die Preisnachlässe sind oftmals gewaltig.

Letzten Endes muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er verfahren möchte. Auf der einen Seite gibt es günstiges Bauland, auf der anderen Seite besteht ein gewisses Restrisiko. Allerdings werden die einzelnen Regionen zunächst von Fachleuchten akribisch auf ihre Eignung überprüft.

Posted by Jochen on 07/21 at 11:58 AM
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