Gut geschützt gegen Langfinger und die Folgen eines Einbruchs
Die dunkle Jahreszeit hat begonnen und damit die Hochsaison für lichtscheues Gesindel. Die Gefahr von Haus- und Wohnungseinbrüchen besteht zwar das ganze Jahr über, insbesondere während der Urlaubszeit. Doch Herbst und Winter haben sich bei Ganoven als besonders beliebt herauskristallisiert, weil sie länger im Schutze der Dunkelheit agieren können. Um nach dem ungebetenen Besuch neben dem Schock nicht auch noch mit finanziellen Problemen kämpfen zu müssen, ist die Hausratversicherung unabdingbar – selbst für die „kleinste Hütte“. Darauf weist aktuell der Bund der Versicherten (BdV) hin.
„Tatsächlich gehen Opfer vollkommen leer aus, wenn Sie keine Hausratversicherung abgeschlossen haben“, betont der BdV auf seiner Internetseite. Entscheidend sei jedoch nicht nur, dass man über den entsprechenden Versicherungsschutz verfüge, sondern auch, ihn den Gegebenheiten anzupassen. Denn bei Wertsachen ist die Grenze der Leistungspflicht des Versicherungsunternehmens in der Regel sehr schnell erreicht. Bei Bargeld liegt sie im Schnitt bei 1.000 Euro, Münzen oder Briefmarken sind meist nur bis 20.000 Euro und Wertpapiere bis maximal 2.500 Euro versichert. Kunstliebhaber sollen zudem darauf achten, inwieweit Gemälde und Skulpturen berücksichtigt werden. Ansonsten bietet sich eine zusätzliche Kunstversicherung an.
Ob es sich nun um wertvolle Stücke handelt oder nicht: Der Bund der Versicherten empfiehlt, den Hausrat zu fotografieren und sämtliche Belege wie Rechnungen und Garantiescheine aufzubewahren. Sie dienen im Fall der Fälle als Beweismittel. Denn nach einem Einbruch gehört es zu den Pflichten des Versicherten, Polizei und Versicherung unverzüglich in Kenntnis zu setzen, nach Möglichkeit mit einer ausführlichen Liste aller Gegenstände, die gestohlen wurden. Dabei helfen die Fotos und Dokumente, die am besten bei Bekannten oder in einem Schließfach aufbewahrt werden. Diese Übersicht dient gleichsam als Hilfe bei der Ermittlung der nötigen Versicherungssumme. Versicherer gehen von pauschal 650 Euro je Quadratmeter aus. Laut BdV ist es allerdings zweckmäßiger, den Wert individuell zu berechnen, um nicht über- oder – noch schlimmer – unterversichert zu sein.
Damit man erst gar nicht in die Verlegenheit kommt, sollte die Wohnung so einbruchsicher wie möglich sein. Viele machen es den Dieben zu einfach. Statt die Fenster zu schließen, stehen sie auf Kipp und laden geradezu ein. Die Tür ist nur ins Schloss gezogen, aber nicht verschlossen. Das sind später für die Versicherung alles Gründe, den Rotstift anzusetzen und die Zahlung zu kürzen. Sie wertet ein solches Vorgehen als grobe Fahrlässigkeit. Wie man sich am besten schützt und wo die Schwachstellen sind, erfährt man unter anderem bei der Polizei, die regelmäßig über die Einbruchssicherheit informiert.
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