Gute Immobiliendarlehen erlauben Anpassung der Tilgung
In meinem vorangegangenen Beitrag ging es um die Tilgung bei Bauspardarlehen: Diese ist in den meisten Fällen sehr hoch angesetzt und kann deshalb zu einer ganz erheblichen finanziellen Belastung führen. Wesentlich kundenfreundlicher und vor allem auch flexibler sind Darlehensangebote, die eine Anpassung des Tilgungssatzes vorsehen.
Das Prinzip einer solchen Anpassung ist denkbar einfach. Sollte sich die finanzielle Situation des Darlehensnehmers im Lauf der Zeit ändern, so ist es für ihn von großem Vorteil, wenn er die Tilgung seines Immobiliendarlehens an die neue Situation anpassen kann. Sollte zum Beispiel das Einkommen vorübergehend niedriger ausfallen (beispielsweise wegen Kurzarbeit oder Elternzeit), so ist es für den Darlehensnehmer immens hilfreich, wenn er die Tilgung und somit auch die finanzielle Belastung entsprechend steuern kann.
„Focus Online“ hat gestern zu diesem Thema einen sehr aufschlussreichen Beitrag veröffentlich. Im Wesentlichen zeigt der Beitrag auf, dass man als potentieller Darlehensnehmer sehr gut damit beraten ist, sich für die Aufnahme eines Immobiliendarlehens zu entscheiden, das eine solche (am besten mehrfache) Anpassung der Tilgung gestattet. Zinsexperte Marx Herbst von der FMH Finanzerberatung rät sogar zur Inkaufnahme eines Zinsaufschlags, sollte die Bank diesen fordern, damit die Tilgung angepasst werden kann. In der Regel würde dieser Aufschlag nur geringfügig ins Gewicht fallen und zugleich die Finanzierung erheblich flexibler gestalten.
Wichtig ist auf der anderen Seite aber auch, dass man diese Möglichkeit als Darlehensnehmer auch wahrnimmt. Wenn sich die Einkommenssituation verändert (ganz egal ob sich das Einkommen vergrößert oder verkleinert) gilt es von der Anpassungsoption auch Gebrauch zu machen – es wäre sehr schade, wenn man die Chance nicht nutzen würde.
