Halbjahres-Bilanz der Generali Deutschland
Die Generali Deutschland Holding blickt zufrieden auf die vergangenen sechs Monate zurück und gleichsam hoffnungsvoll nach vorne. „Mit den jetzt vorliegenden Halbjahreszahlen liegt die Generali Deutschland Gruppe voll auf Kurs. Wir sind sehr zuversichtlich, unsere hochgesteckten Ziele für das Jahr 2010 und somit auch unseren angestrebten Konzerngewinn von mehr als 360 Millionen Euro zu erreichen“, so Vorstandssprecher Dietmar Meister. Bislang steht ein Gewinn von 180 Millionen Euro zu Buche. Im Vergleichszeitraum 2009 waren es „nur“ 113 Millionen Euro.
Hinter diesem Erfolg steht in erster Linie ein hervorragendes Kapitalanlageergebnis, das auf 1,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 922 Millionen) stieg. Als Grund hierfür werden einerseits geringere Abschreibungen, andererseits Kosteneinsparungen genannt. Zugelegt hat die Generali, die sich selbst als zweitgrößte Erstversicherungsgruppe bezeichnet, auch bei den Prämieneinnahmen. Hier liegt das Plus bei 8,4 Prozent. Insgesamt nahmen alle Sparten und Marken – Generali Versicherungen, Aachen Münchener, Cosmos Direkt und Central Krankenversicherung – 8,3 Milliarden Euro ein. Den Löwenanteil steuerte der Geschäftsbereich Lebensversicherungen mit einem Beitragsplus von 11,6 Prozent bei. Zu verdanken ist diese Entwicklung hauptsächlich dem Geschäft gegen Einmalbetrag, das sich beinahe verdoppelt hat.
Positiv fällt die Bilanz auch für die Sparte private Krankenversicherung aus. Branchenweit wird in diesem Jahr von einem Zuwachs von 5,0 Prozent ausgegangen. Die Generali Deutschland Gruppe erzielte bereits im ersten Halbjahr ein um 11,3 Prozent höheres Beitragsvolumen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Neugeschäftszahlen jedoch leicht rückläufig. Die Zahl der Personen mit Vollversicherung liegt aktuell bei etwa 509.000 (plus 9.500). „Sorgenkind“ des Konzerns ist die Sparte Schaden- und Unfallversicherung. Der harte und fast ausschließlich über den Preis geführte Wettbewerb, insbesondere bei der Kfz-Versicherung, hat die Beitragseinnahmen um 1,5 Prozent schrumpfen lassen. Hinzu komme, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens, eine vorsichtigere Zeichnungspolitik.
Versicherungen • Wirtschaft • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
