Hausrat: Die Hausnummer gibt den Ton an
Wenige Meter machen bei der Hausratversicherung bereits einen Riesen-Unterschied. Gemeint sind nicht die Quadratmeter einer Wohnung, sondern die Adresse. Selbst Anwohner der gleichen Straße, die nur ein paar Häuser auseinander wohnen und die gleiche Wohnfläche zur Verfügung haben, berappen unter Umständen völlig andere Beiträge. Aspect Online hat sich die Prämien näher angesehen und dabei ein paar kuriose und für Betroffene durchaus ärgerliche Differenzen ausgemacht.
Für 85 Quadratmeter am Schwalbenweg 36 in Bohnsdorf berechnet die Hausratversicherung schlappe 154 Euro. Die Bewohner des Hauses Nr. 16 zahlen für eine gleich große Wohnung nur 57,73 Euro. Der Grund für diesen enormen Preissprung sind die Risikogruppen, anhand derer die Assekuranzen die Prämien berechnen. Sie wurden vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erarbeitet und unterteilen die Bundesrepublik nach Postleitzahlen sortiert in sichere und weniger sichere Gebiete. Insgesamt gibt es fünf Zonen. „Häuser der Zone 1 zahlen wenig, Häuser in Zone 5 am meisten“, so Wolfgang Schütz von Aspect Online gegenüber der Berliner Morgenpost. Im genannten Beispiel entspricht Hausnummer 36 der Zone 5 und die Nummer 16 der Zone 2 – und das nur, weil sie unterschiedliche Postleitzahlen haben. Ähnliche Beispiele finden sich überall in Deutschland, sind in dieser extremen Ausprägung aber eher selten. Nicht ganz so auffällig sind die Unterschiede im folgenden Fall: In Köln müssen für eine 85 Quadratmeter-Wohnung an der Bergisch Gladbacher Straße 99,06 Euro Jahresbeitrag überwiesen werden. Ein paar Schritte gen Osten wird aus der Bergisch Gladbacher die Mühlheimer Straße. Dort kostet die Hausratversicherung dann nur noch 69,13 Euro.
Interessantes • Hausratversicherung • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
