Heidi allein im Web
Die Sache mit dem Internet, den Bloggern, dem Marken- und Namensrecht zieht immer weitere Kreise. Die Entrüstung ist groß, denn diese Versuche mithilfe von Marken- und Namensrecht in fremde Meinungsäußerungen einzugreifen könnten ansonsten großen Schäden verursachen. Sowohl inhaltlich als auch monetär.
Übertragen auf dieses Weblog wäre es dann schon riskant über die Allianz Versicherung zu schreiben oder über Konkurrenten abzulästern, zu schnell könnten Abmahnungen ins Haus flattern. Obwohl wir Ersteres möglicherweise mal tun werden und Zweiteres uns völlig fern liegt, die Freiheit über dieses und jenes schreiben zu können ohne Angst vor juristischen Repressalien haben zu müssen, ist schon viel wert.
In Thomas Wanhoffs Weblog geht es u.a. um diese Zensur. Und hier findet sich auch die folgende Aussage:
Denn ein Großteil des Marktwertes haben wir - die Medien - geschaffen. Dafür sollten wir eigentlich Frau Klum eine Rechnung stellen.)
Sehr schön, ich möchte das mal erweitern, nicht nur die Medien wie Funk und Fernsehen oder Internet News-Channel samt Reportern und Journalisten, sondern auch wir als Endverbraucher, als Leser der Artikel, als zahlende Konsumenten, als Fans, aber auch als kleine Blogger haben Heidi Klum doch erst zu dem gemacht, was sie jetzt ist. Da macht es wenig Sinn die Hand zu beissen, die einen füttert. Ein bißchen mehr Fingerspitzengefühl wäre angebracht gewesen, jetzt sieht es so aus als würde der Schuss voll nach hinten losgehen. Den weiteren Ablauf kann man mittlerweile beim Werbeblogger unter Die Akte Heidi und Günther K. verfolgen.
Empfehlenswert für die Vertiefung der rechtlichen Aspekte ist der Beitrag Der Vater von der Klum … und vor allem die daran anschließenden Kommentare. Die Meinungen sind nicht einhellig. Und wenn man jetzt sieht wie der Werbeblogger Heidi Klum auf den Pelz rückt (nur in den Suchmaschinen), dann kann man ahnen, dass das Papa Klum nicht behagt und zudem der anderen Seite in die Hände spielt.
