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Freitag, August 28, 2009

Herkunft prägt Altersvorsorge der Frauen

Die private Altersvorsorge betrifft Frauen wie Männer gleichermaßen. Die R+V Versicherung hat sich im Rahmen einer repräsentativen Umfrage jetzt allerdings ganz auf das weibliche Geschlecht konzentriert und durchaus interessante Ergebnisse zutage gefördert. Am Wissen um die finanziellen Lücken im Alter, wenn Frau sich ausschließlich auf die gesetzliche Rente verlässt, mangelt es offensichtlich nicht. Dennoch unternehmen nur sehr wenige etwas und sorgen rechtzeitig vor. Dafür gibt es vor allem fünf Gründe. Einige davon haben einen stark regionalen Einschlag, mit dem sich die Werbeexperten der Versicherungen fortan etwas genauer beschäftigen sollten, um die Zielgruppe Frau für sich zu gewinnen.

Positiv ist, dass 87 Prozent der Frauen sich nach eigenen Angaben in Sachen privater Altersvorsorge gut auskennen und 94 Prozent sie als nötig einstufen. 81 Prozent ist bewusst, dass die Rente vom Staat nicht ausreichen wird, um den aktuellen Standard halten zu können. Angesichts dieses Grundwissens sollte man davon ausgehen, dass der ein oder andere Euro für das Rentenalter gespart wird. Doch 38 Prozent legen entweder gar nichts oder maximal 50 Euro im Monat auf die hohe Kante. Zu wenig Geld, Hoffen auf die gesetzliche Rente, keine Zeit, übernimmt der Partner oder ist zu kompliziert – das sind die fünf Gründe, die für diesen Umstand genannt werden.

Frank-Henning Florian, Vorstandsvorsitzender der R+V Versicherung, erklärt: „Frauen neigen stärker als Männer dazu, ihr Altersvorsorge-Problem zu verdrängen. Sie laufen mit offenen Augen und gut informiert in die Versorgungslücke.“ Ausschlaggebend dafür seien regionale Gründe. In Thüringen, Berlin, Brandenburg und Sachsen sagen 29 Prozent der Frauen, sie können aus finanziellen Gründen nicht sparen. In Hessen bauen 25 Prozent der Frauen immer noch auf die gesetzliche Rente. Mangelnde Zeit, sich um eine Riester-Rente oder andere Vorsorgeprodukte zu bemühen, führen hauptsächlich Frauen aus Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern an (25 Prozent). In Bayern kümmern sich die Männer darum (18 Prozent) und in Schleswig-Holstein ist den Frauen das Thema zu kompliziert (zehn Prozent).

Was heißt das nun für Versicherungen, um Frauen gezielt ansprechen und für die private Altersvorsorge sensibilisieren zu können. Sie müssen sich einerseits auf die regionalen Besonderheiten einlassen. Andererseits kommt es darauf an, das Thema so umzusetzen, dass es Spaß macht und nur wenig Zeit in Anspruch nimmt. Die R+V Versicherung geht bereits einen ähnlichen Weg. „Freiraum fürs Leben“ nennt sich die Kampagne. „Sie hilft Frauen, ihre finanzielle Zukunft besser einzuschätzen“, so der Vorstandsvorsitzende. Berücksichtigt wird dabei sicherlich auch, dass Frauen Lebens- und Rentenversicherungen (66 Prozent) bevorzugen.

Posted by Andre on 08/28 at 05:22 AM
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