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Mittwoch, August 12, 2009

Hinter den Lebensversicherern liegt ein eher schwaches Jahr

Die deutschen Lebensversicherer können mit dem Geschäftsjahr 2008 noch ganz zufrieden sein. Die Finanzkrise hat den Bilanzen der meisten Unternehmen zwar leichte Schrammen verpasst. Allerdings nicht so tief, dass man sich Gedanken machen müsste. Im Schnitt hat die Branche ein Beitragswachstum von 0,8 Prozent verbucht und liegt damit sogar über dem Ergebnis von 2007 mit 0,7 Prozent. Im Vergleich zu 2006 mit einem Plus von über vier Prozent sind die beiden zurückliegenden Jahre natürlich enttäuschend. Analysiert hat die Werte die Zeitschrift für Versicherungswesen (Ausgabe 15-16/2009).

Unter die Lupe genommen wurden die Zahlen der 50 größten Lebensversicherer in der Bundesrepublik Deutschland. Bei 20 Unternehmen sackten die Bruttobeiträge ab, 28 schrieben schwarze Zahlen und bei zwei Assekuranzen blieb alles beim Alten. Überträgt man die Beitragseinnahmen in ein Ranking, gab es nur wenig Bewegung an der Spitze der Top 10. Branchenprimus mit rund 13 Milliarden Euro ist und bleibt die Allianz. Die Veränderung zu 2007 fällt mit 1,4 Prozent jedoch eher mager aus. Deutlich mehr zulegen konnte die AachenMünchener mit 5,7 Prozent. Sie kommt auf Beiträge in Höhe von 4,1 Milliarden Euro, gefolgt von der R+V Leben AG (3,7 Milliarden Euro, plus 11,6 Prozent) und der Zurich Deutscher Herold (3,6 Milliarden, plus 1,6 Prozent). Die Debeka ist um einen Platz nach vorne gerückt und verdrängte die Hamburg-Mannheimer, die ein Minus von 7,2 Prozent zu verkraften hat, auf den sechsten Rang. Volksfürsorge und Württembergische behielten die Plätze sieben und acht, auf Rang neun steht jetzt die Nürnberger vor der Bayern Versicherung.

Wie unterschiedlich sich die Beitragseinnahmen bei den einzelnen Lebensversicherern entwickelt haben, zeigt die Liste mit den Zuwächsen und Rückgängen. Klarer Gewinner ist die PBV Leben. Sie konnte um 17,5 Prozent zulegen. Im grünen Bereich bewegen sich auch die R+V (11,6 %), der Volkswohl Bund (9,8 %), die Heidelberger Leben (8,3 %), die LVM und die DEVK AG (jeweils 7,5 %) sowie die Cosmos Direkt (6,7 %). Einbrüche mussten die Stuttgarter mit minus 3,6 Prozent, die Provinzial NordWest Lebensversicherung und die DEVK WaG (jeweils -3,8 %), die VPV (-4,1 %), die Provinzial Rheinland (-4,6 %), die LV 1871 (-6,0 %), die Swiss Life (-6,8 %) und die Hamburg-Mannheimer (-7,2 %) hinnehmen.

Posted by Andre on 08/12 at 09:20 AM
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