Höhere Prämien für Wohngebäudeversicherung
Während drei Jahren seiner Gebäudeversicherung zwei Gebäudeschäden wegen Wasserrohrbruch zur Garage nach jeweils eisigen Winterwochen zu melden, kann auch daran liegen, dass tief drunten im Keller ein Wasserhahn nicht dicht war und sich die Leitung wieder über mehrere Wochen füllte.
Dagegen sind Überschwemmungen, Hagelkörner wie Tischtennisbälle, die Hausdächer durchschlagen, oder Herbststürme mit Stärke 12 dann eher die “höhere Gewalt”, die durch Kapriolen des Wetters den Haus-Eigentümern Kummer und Kosten bereiten können. Da ließ nicht lange auf sich warten, dass den Versicherern solcher Schäden die Regulierungen aus dem Plan laufen. Mit der Konsequenz: Einige werden wohl ab 2011 höhere Prämien für Wohngebäude-Policen fordern. Insgesamt Ergebnis einer Umfrage eines Verbraucher- und Finanzportals, wonach man zu dem Schluss kommt, dass auch schon mal dem einen oder anderen Hausherrn mit mehrfacher Schadenshäufigkeit gekündigt wird…
Hohe Schaden-Kosten-Quote
Betriebswirtschaftlich sind jedoch nicht allein die Wetterereignisse für die Schieflage bei den Versicherern maßgeblich, auch der Preiskampf trug zu einer negativen Entwicklung bei. Unter Profis ist dann auch eine durchschnittliche Schaden-Kosten-Quote von 112 Prozent eine ungünstige Zahl: Für jeden Euro an Prämien zahlen Versicherer 12 Cent dazu, um die Regulierungen zu decken. Konten Zinserträge aus angelegtem Beitrags-Kapital dies in den Vorjahren noch ausgeglichen werden, sind diese “Rücklagen” aufgebraucht. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sich die Kapitalanlage der Versicherer in Staatsanleihen bester Bonität nicht mehr ausreichend rentiert.
Wer erhöht? Wer nicht?
Mit höheren Beiträgen - so die Vermutungen - wird folglich für die DEMA, die Deutsche Versicherungsmakler AG gerechnet (z.B. um 5 Cent netto pro Quadratmeter) oder auch bei der R+V Versicherung AG (“im kleineren, einstelligen Prozentbereich”). Und dann ist da noch der Marktführer: Die Sparkassen-Versicherung, so wird spekuliert, will ab 2011 bei rund 130.000 Policen gleich 18 Prozent mehr kassieren. Ob man bei Basler Versicherungen, Interlloyd Versicherungs-AG, InterRisk Versicherungs-AG, Janitos Versicherungs-AG, NV-Versicherungen VVaG, Ostangler Brandgilde Versicherung VVaG, Ammerländer Versicherung VVaG und die Zürich Gruppe Deutschland tatsächlich nicht erhöhen wird, ist gleichfalls Spekulation.
Wer nun eine Kündigung erhält, sollte unverzüglich reagieren, um gegebenenfalls mit höherer Prämie bleiben zu können. Schließlich ist es nach Kündigung durch den einen schwierig, einen neuen Versicherer zu binden. Wer unabhängig von allem wechselt, sollte auf die Konditionen des neuen Vertrages achten. Besonders zu den VVB bei * Rohrbrüchen * Wasserschäden sowie bei der * Übernahme von Gutachterkosten. Auch empfiehlt sich, die Konditionen verschiedener Wohngebäude-Versicherer überhaupt zu vergleichen, denn Policen liegen schnell mal bei 400 bis 500 Euro - je höher der Verkehrswert der Immobilie.
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