Hypothekenkrise in Spanien: Deutsche Ferienhausbesitzer sind nicht betroffen
In meinem gestrigen Blog-Post habe ich aufgezeigt, welche Ausmaße die Hypothekenkrise in den USA angenommen hat und wie viele Menschen vor großen finanziellen Schwierigkeiten stehen. Gleichzeitig wurde aufgezeigt, weshalb deutsche Immobilieneigentümer erheblich besser abgesichert sind und sich deshalb nicht davor fürchten müssen, eines Tages vor finanziellen Schwierigkeiten zu stehen, wie es derzeit viele amerikanische Verbraucher tun.
Dennoch ist die Hypothekenkrise längst nicht nur ein Problem, das die USA betrifft. Auch in Europa gibt es einige Länder, in denen Finanzierungskonstrukte abgeschlossen wurden, die den amerikanischen Finanzierungslösungen sehr ähnlich sind und deshalb etliche Hauseigentümer finanziell zugesetzt haben. Hierzu zählt vor allem Spanien: Wie vorgestern bekannt gegeben wurde, steht die spanische Immobiliengesellschaft Martinsa Fadesa vor solch großen finanziellen Schwierigkeiten, dass sie Insolvenz anmelden musste. Dem Unternehmen konnte es nicht gelingen, bestehende Finanzierungen zu verlängern – derzeit fehlen in den Unternehmenskassen mehr als 4,15 Milliarden Euro.
In diesem Zusammenhang hat sich die „Financial Times Deutschland“ mit der Frage beschäftigt, ob die Insolvenz des großen Immobilienkonzerns auch Konsequenzen für deutsche Ferienhausbesitzer haben könnte. Allerdings kann in diesem Fall Entwarnung gegeben werden: Der Anteil deutscher Ferienhausbesitzer, die in einer Geschäftsbeziehung mit Martinsa Fades stehen, ist äußerst gering. In erster Linie sei das Unternehmen im klassischen Wohnungsbau aktiv gewesen – und diese Objekte würden nicht dem Standard entsprechen, den ausländische Immobilienkäufer fordern. Des Weiteren sei die Gesellschaft vor allem auf dem Festland aktiv gewesen – auf Mallorca sowie auf einigen weiteren Inseln, wo sich der Großteil der Ferienimmobilien befindet, hingegen nicht.
