Hypothekenzinsen sind auch im Februar weiterhin sehr niedrig
Im Januar kam es seit Monaten zu einem erstmaligen Anstieg der Hypothekenzinsen. Allerdings viel dieser nur äußerst gering aus, weshalb er sich bei den Darlehenskonditionen kaum bemerkbar gemacht hat. Zu Beginn dieses Monats sind die Hypothekenzinsen sogar wieder leicht zurückgegangen. Potentielle Darlehensnehmer bzw. Immobilienkäufer, Bauherren und Umschulder dürfte dies sehr erfreuen, denn so günstig waren die Hypothekenzinsen nur selten.
Laut der FMH Finanzberatung liegt der durchschnittliche Darlehenszins für ein Immobiliendarlehen mit 5-jähriger Zinsbindung bei 3,4 Prozent. Wer sich für eine Zinsbindung von 10 Jahren entscheidet, muss mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 4,09 Prozent rechnen. An diesen Zahlen wird deutlich, dass die Zinsbindung auf die Höhe des Zinssatzes einen maßgeblichen Einfluss nimmt. Die sogenannte Zinsstrukturkurve hat wieder eine klassische Form angenommen: Wer eine längere Zinsbindung wählt, muss auch einen höheren Zinssatz entrichten.
Dennoch gilt es als empfehlenswert, sich für eine lange Zinsbindung zu entscheiden. Zumindest sind die meisten Darlehensnehmer damit sehr gut beraten. Zwar mag die Wahl einer längeren Zinsbindung zu einem höheren Darlehenszins führen, allerdings kann auf diesem Weg eine sehr hohe Zinssicherheit gewonnen werden. Es lohnt sich, die niedrigen Hypothekenzinsen für einen Zeitraum von 15 oder sogar 20 Jahren festzuschreiben: Man ist gegen einen Anstieg der Hypothekenzinsen für lange Zeit abgesichert. Der Zinsaufschlag, den eine lange Zinsbindung mit sich bringt, sollte nicht überbewertet werden – denn letztlich sind auch diese Zinssätze immer noch vergleichsweise günstig und können deshalb mit gutem Gewissen abgeschlossen werden.
