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Dienstag, Dezember 16, 2008

Im Alter stören Schwellen und Treppen!

Wer hat schon Treppen-“Lifta” oder Penthouse?

Vermeiden kann auch eine Gemeinnützige Baugenossenschaft die Treppen bis in den dritten (badischen) Stock, das 2. OG, nicht. Das gilt insbesondere auch für Sanierungen von alten Bausubstanzen, bei denen die Bau-Genossen unabhängig von ihrem Alter auch schon mal auszuquartieren sind. Manchmal geht’s gar für einige Wochen ins Apart-Hotel. Doch ohne Treppen geht’s je nach Ursprungs-Baujahr danach meist eben doch nicht.

Deshalb ist es wohl für die meisten Mieter und auch für Eigenheimer im Alter von 70 plus ein Traum, den Lebensabend in den angestammten, barrierefreien Wohnräumen zu verbringen - weit ab noch vom Gedanken ans Altersheim - und das möglichst ohne Treppen oder Schwellen. Barrierefrei zu wohnen oder gar zu bauen, ist jedoch keine unbezahlbare Vorstellung; wird dies doch finanziell gefördert.

Die Wohnsituation im Alter wird jedoch als seniorengerechtes Bauen oder Umbauen von den Betroffenen viel zu lange außer acht gelassen. Und dabei gilt es als Chance, durch Planung auf unnötig viele Türen, Schwellen oder Wände zu verzichten. Am ehesten lassen sich während der Planung Einzelheiten klären, die später bautechnisch oder finanziell auch noch günstig umzusetzen sind.

Die bisherige Wohnung oder Immobilie altengerecht umzugestalten, ist aufwändig, weiß man längst auch bei den Aktivisten von Das Sichere Haus (DSH) in Hamburg.
Da Bauarbeiten Lärm, Schutt und Arbeit verursachen, die im höheren Alter nur schwer zu ertragen und zu meistern sind, sollten Eigentümer von Wohnraum mögliche Sanierungen schon in jüngeren Jahren angehen.

Mit Rollstuhl oder Rollator

“Barrierefrei” beginnt beim Eingang mit Verzicht auf unnötige Treppen und Schwellen; es geht weiter mit breiten Haus- und Innentüren, die den Zutritt mit Rollstuhl oder Rollator ermöglichen. Besonders wichtig sind auch ausreichend Bewegungsflächen für Rollstuhlfahrer und für Menschen, die eine Gehhilfe benötigen.

Und auch beim Bad - in dem man sich einen großen Zeitanteil des Tages aufhält - sollte an den Zutritt mit Gehwagen oder Rollstuhl gedacht werden.
Haltegriffe und Duschsitze geben zusätzliche Sicherheit; trittsichere Fliesen sollten Gefährdung vermeiden.
Auch wenn frühere Senioren dies nicht kennen gelernt haben, heißt die Devise heute: Verzicht auf Wände und Türen.
Beim Neubau lassen sich Wohnzimmer, Esszimmer und Küche als großzügigen Raum gestalten.
Bei zwei Stockwerken sollte man auch im Erdgeschoss ein Bad mit Schlafraum vorsehen; kann oder muss das zweite Geschoss vielleicht später mit einer Wohnung für Pflegekräfte oder wegen möglicher Miet-Nebeneinnahmen als zweite Wohnung ausgewiesen werden.
Seniorengerecht zu bauen oder umzubauen, wird künftig und von 2009 an mit Mitteln der KfW-Bank gefördert. Motto: Maßnahmen zur Barriere-Reduzierung im Wohnungsbestand.

Weitere Infos unter:

Bauherren-Ratgeber: www.vpb.de

Aktuelle Gesetze: nullbarriere.de/gesetze.htm
Tipps und Richtlinien zum barrierefreien Bauen

 

Posted by wob. on 12/16 at 07:15 AM
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