Immobiliendarlehen: Flexibilität ist wichtiger denn je zuvor
Die Zeiten, in denen man ein Haus gekauft und in diesem bis an das Ende seines Lebens gewohnt hat, sind längst vorbei. Aufgrund deutlicher Veränderungen in der Berufswelt hat sich auch die durchschnittliche Nutzungsdauer bzw. Verweildauer im Eigenheim verändert. Noch nie zuvor hat die Berufswelt den Menschen einer derart hohe Flexibilität abverlangt: Berufsbedingte Umzüge sind heutzutage etwas völlig Normales und werden von den meisten Menschen auch bedingungslos akzeptiert.
Für Immobilieneigentümer ist es natürlich alles andere als erfreulich, wenn sie sich aufgrund ihres Berufs dazu gezwungen sehen, in eine andere Region ziehen und somit auch ihr Eigenheim verlassen zu müssen. Zum einen zieht man nicht gerne aus der eigenen Immobilie wieder aus, zum anderen muss geklärt werden, was mit der Immobilie passieren soll.
Für die meisten Eigentümer ist klar, dass sie ihre Immobilie verkaufen möchten. Allerdings ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass sich dies längst nicht immer so einfach gestaltet. Dies liegt vor allem an der Finanzierung: In den meisten Fällen existieren Darlehen mit entsprechend hoher Restschuld, die nicht ohne weiteres abgelöst werden können. In Abhängigkeit von der gewählten Zinsbindung kann es unter Umständen noch Jahre dauern, bis eine Ablösung des Darlehens möglich ist.
Aus diesem Grund ist es wichtiger denn je zuvor, die Baufinanzierung so zu gestalten, dass sie einem ein Höchstmaß an Flexibilität bietet. So gibt es zum Beispiel einige Direktbanken, die eine vorzeitige Rückzahlung bei besonderen Härtefällen erlauben. Zu solchen Härtefällen zählen zum Beispiel berufsbedingte Umzüge oder auch Scheidungen. Insbesondere wenn man in einem Berufsfeld tätig ist, in welchem Standort- und Arbeitgeberwechsel sehr verbreitet sind, sollte man unbedingt darauf achten, dass entsprechende Klauseln bzw. Sonderkündigungsrechte im Darlehensvertrag vereinbart sind, damit die Immobilie nicht zu einem schweren Klotz am Bein wird.
