Immobilienfinanzierung: Unternehmen haben Schwierigkeiten, Privatpersonen nicht
Die globale Finanzkrise hat auch den Bereich der Immobilienfinanzierung nicht unverschont gelassen. Dies trifft zumindest für die gewerbliche Immobilienfinanzierung zu, die in den vergangenen Wochen sehr deutlich ins Stocken geraten ist. Zunehmend mehr Unternehmen stehen vor dem großen Problem, dass sie plötzlich Schwierigkeiten damit haben, Darlehensgeber, beziehungsweise verbindliche Finanzierungszusage, zu erhalten.
Aufgrund der Finanzkrise sind die Banken dazu übergegangen, ihr Kapital zu horten. Aus diesem Grund hat die gewerbliche Immobilienfinanzierung für die Banken spürbar an Attraktivität verloren. Dort geht es nämlich um vergleichsweise hohe Finanzierungs,- bzw. Darlehensbeträge. Gleichzeitig sind die Finanzierungen wesentlich komplexer, als im Bereich der privaten Baufinanzierung und deshalb auch mit einem höheren Risiko verbunden. In Zeiten wie diesen, gehen die Banken lieber auf Nummer sicher und sehen von der Vergabe entsprechender Darlehen ab.
Für die Unternehmen ist dies alles andere als eine gute Situation, schließlich kann eine fehlende Finanzierungszusage den Stopp ganzer Projekte bedeuten, was wiederum zu großen finanziellen Verlusten führen kann. Somit können neue Bauprojekte nicht mehr umgesetzt werden. Gleichzeitig befinden sich die Unternehmen in der Bredouille, die sich auf der Suche nach einer Anschlussfinanzierung befinden: Eines Tages ist es soweit und die bestehende Finanzierung läuft aus. In solch einem Fall gilt es, den bisherigen Darlehensgeber, zur Vergabe einer Anschlussfinanzierung zu überzeugen oder einen neuen Darlehensgeber zu finden.
Privatpersonen, die sich auf der Suche nach einem Immobiliendarlehen befinden, haben hingegen nichts zu befürchten. In diesem Bereich ist das Risiko für die Banken wesentlich besser einzuschätzen, so dass keine erhöhte Vorsicht festzustellen ist.
