Immobilienkauf: Folgekosten für Einrichtung nicht vergessen
Die Baufinanzierung über das Internet ist eine tolle Sache: Dem Verbraucher wird es ermöglicht, den Markt zu durchleuchten und somit besonders günstige Banken ausfindig zu machen. Gleichzeitig verhält es sich so, dass es etliche Immobilieneigentümer gibt, die ihren Immobilienerwerb ausschließlich dem Internet zu verdanken haben – beispielsweise weil sie dort einen Darlehensgeber finden konnten, der es ihnen ermöglicht hat, eine Finanzierung mit anfänglicher Aussetzung der Tilgung abzuschließen.
Aus diesem Blickwinkel betrachtet bringt das Internet zahlreiche Vorteile mit sich. So hat es beispielsweise den Direktbanken dabei geholfen, so groß zu werden. Ähnlich geht es auch den zahlreichen Baugeldvermittlern, deren Marktanteil in den vergangenen Jahren immens gestiegen ist. Auf der anderen Seite birgt der einfache Zugang zur Baufinanzierung auch Gefahren.
Bereits seit Jahren ist festzustellen, dass zunehmend mehr Privathaushalte aufgrund eines Immobilienerwerbs in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Es gibt nämlich etliche Menschen, die bei der Hausbank bzw. auf regionaler Ebene keinen Darlehensgeber finden und sich deshalb vermehrt mit Direktbanken und Baugeldvermittlern in Verbindung setzen. Diese ziehen anschließend sämtliche Register, um den Interessenten den Erhalt eines Darlehens zu ermöglichen. Da kann es schon mal vorkommen, dass besonders knapp kalkuliert wird und der Darlehensnehmer oftmals erst nach der Zahlung der ersten Darlehensraten zu merken beginnt, sich eventuell übernommen zu haben.
Genau betrachtet tritt dieser Fall relativ selten ein. Auch die Direktbanken sind bei der Vergabe ihrer Darlehen sehr vorsichtig. Doch meistens bleibt es nicht ausschließlich beim Erwerb einer neuen Immobilie – schließlich muss diese ja auch noch eingerichtet werden. So kommt es, dass zum Beispiel kleinere aber vor allem sehr teure Ratenkredite aufgenommen werden, um Mobiliar und ähnliche Anschaffungen zu finanzieren. Einige Immobilieneigentümer reizen auch ihren Dispositionskredit aus, was zu besonders hohen Zinsen führt.
Aus diesem Grund kann allen angehenden Immobilieneigentümern nur dazu geraten werden, eine genaue Finanzplanung aufzustellen, in der ebenso berücksichtigt wird, welche Kosten zusätzlich zum Immobilienerwerb anfallen. Im schlimmsten Fall bedeutet dies, eine kleinere bzw. günstigere Immobilie zu erwerben, aber dafür immer noch über den benötigten finanziellen Freiraum zu verfügen.
