Immobilienkauf: Kapitalanleger müssen auf demografische Faktoren achten
Früher hatten es Immobilienanleger vergleichsweise einfach. Sowohl in den Städten als auch auf dem Land boten sich nahezu überall entsprechende Kaufmöglichkeiten. Doch die anhaltende Landflucht führt zu einer Spreizung der Immobilienmärkte: Objekte, die sich auf dem Land befinden, bringen deutlich geringere Erträge und können teilweise nicht mehr veräußert werden. Denn immer mehr Menschen zieht es in die Großstädte, so dass Immobilien an zahlreichen Standorten spürbar an Attraktivität verloren haben. In den Metropolregionen verhält es sich natürlich genau umgekehrt: Die Miet- und Objektpreise sind seit Jahren am steigen.
Für Immobilienanleger ist dies kein einfaches Umfeld. Laut Expertenmeinung wird diese Entwicklung anhalten. Joachim Seeler, Geschäftsführer des Fondsanbieters „Hamburg Trust“, sagte im Interview mit der „Financial Times Deutschland“, dass sich der bisherige Trend in den kommenden Jahren weiterhin fortsetzen wird. Wer in Immobilien investieren möchte, muss sich die Objekte genau aussuchen. Als attraktives Pflaster werden vom Experten Städte wie Hamburg, München, Stuttgart und Frankfurt genannt. Die gelten zwar jetzt schon als teuer, doch aufgrund demografischer Faktoren soll dies auch so bleiben. Auf lange Sicht werden diese Regionen als wirtschaftlich stark angesehen, so dass auf deren Immobilienmärkten auch eine entsprechende Nachfrage bestehen wird.
Anleger müssen daher stärker denn je zuvor auf die Wahl des Standortes achten. Hier gilt es auf Qualität zu setzen und Standorte zu wählen, deren demografische Entwicklung sehr aussichtsreich ist. Nur dann sind sichere Rendite und vor allem auch Wiederverkaufsmöglichkeiten gegeben.
