Immobilienkauf: Rückabwicklung des Kaufvertrags kann teuer werden
Die meisten Leute kaufen oder bauen nur einmal im Leben. Deshalb ist es umso wichtiger, dass mit dem Objekt bzw. mit der Immobilie alles stimmt. Für Käufer bedeutet dies, sich vor dem Kauf gut zu informieren und vor allem das Gebäude sehr genau unter die Lupe zu nehmen, damit es später zu keiner bösen Überraschung kommt.
Obwohl sich so gut wie alle Immobilienkäufer dieser Tatsache bewusst sind, kommt es immer wieder vor, dass Kaufverträge rückabgewickelt werden müssen. Unter einer Rückabwicklung ist letztlich die Auflösung des einst geschlossenen Kaufvertrags zu verstehen. Ein solcher Schritt ist nicht gerade erfreulich – weder für den Käufer, noch für den Verkäufer. Dies liegt unter anderem daran, dass zusätzliche Kosten entstehen können, deren Höhe nicht zu unterschätzen ist – und nicht selten kommt es zum gerichtlichen Streit, bei welchem es zu klären gilt, wer diese Kosten zu übernehmen hat.
Die Kosten, die bei der Rückabwicklung eines Immobilienkaufs entstehen, setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen. Da wären zunächst einmal die zusätzlichen Notarkosten. Hinzu kommen oftmals Kosten für einen Rechtsanwalt. Des Weiteren entstehen Gebühren, die vom Grundbuchamt für die erneute Umschreibung des Grundbuchs entstehen. Sollte eine Immobilienfinanzierung geschlossen worden sein, kann es richtig teuer werden: Weil das Darlehen nicht mehr benötigt wird, ist die Bank dazu berechtigt, auf die Zahlung der sogenannten Vorfälligkeitsentschädigung zu bestehen – und gerade zu Beginn der Finanzierung kann sich diese auf einen immens hohen Betrag belaufen. Schnell geht es um eine Summe, die auch beim Kauf neuer Mittelklasse- oder gar Oberklassefahrzeuge fällig werden kann.
Damit es erst gar nicht so weit kommt, ist es deshalb wichtig, sich vorher genau zu überlegen, ob man die Immobilie kaufen möchte. Sollten Zweifel hinsichtlich des Zustands bestehen, bietet es sich an, einen Gutachter einzuschalten. Die Erstellung eines Gutachtens kostet zwar Geld, kann einen aber letztlich davor bewahren, später noch viel mehr Geld zu verlieren.
