Immobilienkauf: Vorsicht bei Altbauten mit Parasitenbefall
Einfamilienhäuser älteren Baujahrs erfreuen sich bei Immobilienkäufern einer wachsenden Beliebtheit. Zunehmend mehr Käufer geben an, dass sie sich auf der Suche nach einer Rückzugsoase befinden und deshalb gern zu alten Landhäusern, Resthöfen und Fachwerkhäusern tendieren. Es ist vor allem das besondere Flair dieser Häuser sowie oftmals auch die Tatsache, dass sie sich auf Grundstücken mit großen Gärten befinden, die etliche Menschen dazu bringen, solch eine Immobilie zu erwerben.
Schon bei der Immobiliensuche gilt es, enorm aufzupassen, wenn man sich für den Kauf von Altbauten dieses Typs entschieden hat. Wie das Magazin „Focus“ schreibt, ist der Erwerb entsprechender Immobilien mit einem vergleichsweise hohen Risiko behaftet. Gemeint ist das Risiko, eine Immobilie zu erwerben, deren Bauwerk von Parasiten befallen ist. Längst nicht nur Fachwerkhäuser werden von massiven Holzkonstrukten getragen – letzten Endes stecken nahezu alle Altbauten voller Holz bzw. Holzbalken.
Ein Parasitenbefall ist äußerst ernst zu nehmen. Ganz egal ob die Balken eines Altbaus mit den Larven des Hausbockkäfers oder lediglich mit dem Holzwurm befallen sind: Auf lange Sicht können die Parasiten der Immobilie einen hohen Schaden zufügen. Oftmals ist es jedoch so, dass der Parasitenbefall schon seit äußerst langer Zeit besteht, weshalb die Holzbalken bereits immens in Mitleidenschaft gezogen sein können.
Sollte letzteres der Fall sein, stellt sich die Frage, ob man den Erwerb der Immobilie überhaupt noch in Betracht ziehen soll. Denn letzten Endes bedeutet dies, dass die Balken eines Tages stellenweise erneuert oder sogar vollständig ausgetauscht werden müssen. Doch solch eine Sanierung ist mit einem hohen Arbeitsaufwand und vor allem auch mit hohen Kosten verbunden. Außerdem darf nicht vergessen werden, dass die Bekämpfung der Schädlinge ebenfalls ihre Risiken birgt, weil Experten anrücken müssen, die oftmals giftige Holzschutzmittel versprühen.
Sofern man also den Erwerb eines Altbaus in Betracht zieht, sollte man sich von einem fachkundigen Gutachter beraten lassen. Es lohnt sich, diesen darum zu bitten, auch das Gebälk des Gebäudes näher unter die Lupe zu nehmen – einem Laien würde es nämlich sehr schwer fallen, den Grad der Beschädigung genau einzuschätzen.
