Immobilienkrise in den USA: Auch Luxusimmobilien verkaufen sich nicht mehr gut
Die amerikanische Immobilienkrise nimmt immer größere Ausmaße an. Schon zu Beginn der Krise war es eine vergleichsweise große Anzahl an privaten Immobilieneigentümern, die sich nicht mehr in der Lage befanden, ihre Darlehensraten aufzubringen. Grund sind die gestiegenen Hypothekenzinsen, die zu einer spürbaren Verteuerung der Raten geführt haben. In den darauf folgenden Monaten mussten immer mehr amerikanische Haushalte feststellen, sich beim Immobilienkauf übernommen zu haben. Inzwischen deuten die Schätzungen von Experten darauf hin, dass allein in diesem Jahr rund eine Mio. Immobilien zur Zwangsversteigerung stehen – ein Umstand, der spürbar auf den Immobilienpreisen lastet.
Die amerikanischen Immobilienpreise sind seit Beginn der Krise deutlich gefallen: Etliche Immobilien werden schon stark ermäßigt angeboten und finden immer noch keine Käufer. Das Angebot ist derzeit einfach zu groß, so dass etliche Häuser und Wohnungen auch in den kommenden Monaten immer noch leer stehen werden.
Es ist aber längst nicht nur die amerikanische Mittelschicht, die mit den Folgen der Immobilienkrise zu kämpfen hat. Auch im Bereich der Luxusimmobilien hat sich der Markt spürbar geändert. Hier verhält es sich ebenso, dass etliche Objekte keine Käufer mehr finden und die Verkäufer ihre Preise stark nach unten korrigieren müssen. In diesem Segment ist der Preisfall ebenfalls auf einen Rückgang der Nachfrage zurückzuführen: Etliche Spitzenverdiener mussten sich gegen Ende des vergangenen Jahres sowie in diesem Jahr mit einem geringeren Einkommen abfinden, was auf die Immobilienkrise und die schlechte wirtschaftliche Situation zurückzuführen ist. Des Weiteren halten sich etliche Käufer bei der aktuellen Marktsituation spürbar zurück: Wenn es den Freunden oder Nachbarn finanziell nicht so gut geht, macht es keinen besonders tollen Eindruck, wenn man eine weitere Millionen-Villa erwirbt.
Wie „Spiegel online“ vorgestern in einem Artikel geschrieben hat, stehen vor allem die Luxusmakler vor einem großen Problem. Weil sie schlichtweg keine Käufer mehr finden, gehen sie mit ihren Luxusobjekten mittlerweile in den klassischen Verkauf: Wer am Wochenende Zeit hat, kann auf Tour gehen und die teuersten Millionen-Villen besichtigen – eine Sache, die bis vor kurzem noch undenkbar gewesen wäre.
