In diesem Jahr wird der Energieausweis verpflichtend
Bereits seit mehreren Jahren wird immer wieder über den Energieausweis diskutiert. Jetzt im Jahr 2009 ist es soweit: Der Energieausweis wird für alle wohnwirtschaftlich genutzten Gebäude zur Pflicht. Bisher waren lediglich Eigentümer von Objekten, die vor dem Jahr 1965 erbaut wurden, dazu angehalten, das Dokument anfertigen zu lassen. Doch ab dem 1. Juli wird sich dies ändern: Alle Eigentümer von Wohnimmobilien sind dazu angehalten.
Der Energieausweis informiert darüber, wie es um den Energieverbrauch eines Gebäudes bestellt ist. Er soll sowohl Kaufinteressenten, als auch Mietinteressenten darüber informieren, welchen Energieverbrauch eine Immobilie aufweist. Dadurch soll es für die Interessenten leichter werden, im Vorfeld abzuschätzen, welche Energiekosten aus der Immobilie resultieren.
Weil der Energieausweis lediglich Kauf- oder Mietinteressenten vorgelegt werden muss, braucht man sich als Eigentümer einer Immobilie nicht um die Erstellung zu kümmern, so lange man seine Immobilie nicht verkaufen oder vermieten möchte. Natürlich kann man sich den Ausweis trotzdem erstellen lassen, konkreter Handlungsbedarf besteht allerdings nicht. Daher sollte man sich auch nicht einschüchtern lassen, wenn plötzlich Vertreter von Energiefirmen oder anderen Unternehmen vor der Tür stehen und behaupten, dass die Erstellung verpflichtend sein – diese ist letzten Endes nur dann erforderlich, wenn ein Verkauf geplant ist oder sich Mieter sowie Mietinteressenten über den Energieverbrauch informieren möchten.
Bei der eigentlichen Erstellung gilt es einen Fachbetrieb zu beauftragen. So genannte Energieberater arbeiten teilweise für Heizungsunternehmen, oftmals auch als Immobiliengutachter oder in Architekturbüros. Vor einer Beauftragung sollte man sich einen Nachweis über die Qualifikation zeigen lassen und die Preise mehrerer Anbieter miteinander vergleichen, da der Staat nicht vorschreibt, welche Kosten mit der Erstellung des Dokuments verbunden sein dürfen und deshalb große Preisunterschiede zwischen den einzelnen Anbietern bestehen können.
