In einem Jahr könnte die PKV für Neuzugänge gesperrt werden
Manchmal ist es regelrecht erschreckend, wie schnell die Zeit vergeht. Selbst die Politik stellt hier keine Ausnahme dar: Vielen Leute mag es wie gestern vorkommen, als die letzte Bundestagswahl anstand. Doch mittlerweile sind drei Jahre vergangen und in gut einem Jahr, genauer: September oder Oktober 2012 (ein genauer Termin steht noch nicht fest), wird erneut gewählt.
Die kommenden Wahlen könnten zu größeren Änderungen bei den politischen Machtverhältnissen führen. Die regierenden Parteien CDU und FDP haben in dieser Legislaturperiode nicht zusammengefunden. Hinzu kommt die Tatsache, dass die FDP in die Bedeutungslosigkeit zu rutschen droht. Vor allem die SPD – obwohl sie selbst massiv an Popularität verloren hat – kann von dieser Entwicklung profitieren und schon im nächsten Jahr als Koalitionspartei die Regierung bilden. Dies hätte zur Folgen, dass das Krankenversicherungssystem massiv überarbeitet wird.
Die SPD hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Bürgerversicherung einzuführen. Hinter dem schönen Namen versteckt sich jedoch nichts anderes als ein neuer Anstrich für die gesetzliche Krankenversicherung. Im Wesentlichen geht es darum, die private Krankenversicherung abzuschaffen, um somit mehr Beitragszahler für die Bürgerversicherung zu gewinnen.
Eine richtige Abschaffung der PKV dürfte allerdings nicht möglich sein, weshalb es als wahrscheinlich gilt, dass die PKV nach außen hin geschlossen wird. Wer privat versichert ist, bleibt es – alle anderen müssen in der Bürgerversicherung / der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben. Wer sich für die private Krankenversicherung interessiert und mit dem Gedanken spielt, einen Wechsel vorzunehmen, sollte sich mit diesem Thema ernsthaft beschäftigen und – sofern die Entscheidung für die PKV fällt – dann möglichst bald wechseln. Wer bis nach den kommenden Bundestagswahlen abwartet, hat seine Chance, der PKV beizutreten, womöglich vertan.
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