In schlechten Zeiten boomt das Fast Food
Wer sich umschaut in der Welt, der sieht eine Krise nach der anderen. Die Menschen verdienen mehr Geld als früher, müssen aber auch wesentlich mehr bezahlen und haben unter dem Strich nicht mehr viel über. So kommt es, dass das alte Phänomen Fast Food zu einer neuen Modeerscheinung wird, einer alten, die jedoch immer wieder aufs Neue zur Nischenlösung von Menschen mit wenig Geld wird. Das „schnelle Essen“ kostet meist weniger als die Mahlzeiten, die es in der Kantine gibt oder sogar als belegte Brötchen, die man an fast jeder Straßenecke kaufen kann.
Und nun kommt der größte Fast Food-Konzern der Welt mit einem alten TV-Spot wieder. In der Mitte der siebziger Jahre ging es schon auch heiß her in der globalen Wirtschaft. Eine Energiekrise durchzog die ganze Welt, die Inflation wurde immer schlimmer, die Spritpreise kletterten unaufhaltsam. Eine Parallele zu den heutigen Tagen ist schnell gemacht. Das hat auch McDonalds so gesehen und holt einen alten Werbespot aus dem Jahr 1974 aus der Versenkung. Der alte Spot, nur neu vertont im Hip Hop-Style. “Two all beef patties, special sauce, lettuce, cheese, pickles, onions, on a sesame-seed bun.” Mehr braucht es nicht, um sich zu ernähren, wenn man nach der Werbung von McDonalds geht. Aber dafür brummt der Fast Food-Laden sowohl bei der weltgrößten Fast Food-Kette ebenso wie auch bei dem größten Konkurrenten: Burger King.
Gestern legte McDonalds nun sein Ergebnis des letzten Quartals vor. Die Wirtschaft in den USA ächzt und krümmt sich. McDonalds hingegen kann eine Umsatzsteigerung von 3,4 Prozent im eigenen Land vermelden. Im weltweiten Geschäft legte der Umsatz sogar um 6,1 Prozent zu. Bei Burger King sah es weltweit ein wenig „schlechter“ aus. Hier stieg der Umsatz um 5,8 Prozent. In den USA hingegen überholte der große Konkurrent den Marktführer gleich um satte zwei Prozent.
Fast Food zieht also vermehrt Menschen an, die sich sonst keine warme Mahlzeit mehr leisten können. Es ist eben billig, und damit ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt der weltweiten Außer Haus-Ernährung. Aber auch Otto Normalverbraucher, ob in den USA oder anderen Teilen der Welt setzt auf Fast Food. Denn es geht eben – wie der Name schon sagt - schnell und ist manchmal gar günstiger, als wenn man zuhause aufwändig und vor allem gesundheitsbewusst kocht. Gerade das trägt zum Umsatz von McDonalds und Burger King bei. Immer günstiger zu sein. Und damit den Nerv einer wirtschaftlich taumelnden Zeit und Welt zu treffen.
