Interesse am Erwerb von Eigenheimen ist rückläufig
Die private Immobilienwirtschaft hat schon wesentlich bessere Zeiten erlebt. Zum derzeitigen Zeitpunkt ist die Stimmung auf dem deutschen Immobilienmarkt nicht besonders rosig. Wie in den vergangenen Tagen und Wochen bereits mehrfach hier im Blog berichtet wurde, üben sich die privaten Verbraucher in großer Zurückhaltung, wenn es um das Thema Immobilienerwerb geht – für die Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft ist das Geschäft somit stark rückläufig.
Laut der deutschen Bundesbank ist das Finanzierungsvolumen im Bereich der privaten Baudarlehen spürbar zurückgegangen. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres belief es sich auf 71,7 Mrd. Euro, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Rückgang von 8,4 Prozent entspricht. Dieser Entwicklung können die Kreditinstitute nicht entgegentreten. Obwohl sie mit immer flexibleren Finanzierungslösungen aufwarten, halten sich die Verbraucher spürbar zurück.
Laut der „Financial Times Deutschland“ ist das rückläufige Immobiliengeschäft auf die Angst der Verbraucher zurückzuführen, die sich vor der wirtschaftlichen Abschwächung fürchten. Es ist also nicht unbedingt so, dass den privaten Haushalten die finanziellen Mittel fehlen würden – vielmehr haben sie Angst, dass dieser Fall schon bald eintreten könnte. Immerhin hat sich der Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren spürbar verändert und führende Wirtschaftswissenschaftler sagen einen deutlichen Rückgang der Konjunktur voraus. In solch einem Umfeld möchten viele Menschen auf Nummer sicher gehen und vorerst keine Immobilie kaufen.
Die Zurückhaltung der Verbraucher macht sich auch an der Art des Immobilienerwerbs bemerkbar. So ist bereits seit Jahren festzustellen, dass immer weniger Bauvorhaben realisiert werden. Mittlerweile entscheidet sich der Großteil angehender Eigentümer für den Kauf von Bestandsobjekten, weil dieser schlichtweg günstiger als der Bau einer eigenen Immobilie ist.
